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Das Kultur und Orgelzentrum Altes Schloß Valley

Orgelzentrum
Die Gebäude
Besichtigung
Vita Dr. Lampl


Lampl – Orgelzentrum
Nicht Sammelleidenschaft ist unser Motiv, sondern die Absicht, möglichst vielen Menschen den Wert von Pfeifenorgeln als eines jahrhundertealten Kulturgutes zu erschließen. Im gnadenlosen Konkurrenzkampf gegen elektronische Tonerzeuger bedarf die Pfeifenorgel nämlich dringender Unterstützung.


Die Gebäude
Altes Schloß Valley
Die Burgstelle Valley gehört zu den ältesten im Lande: Kelten und Römer hatten hier schon Stützpunkte, dann die Grafen von Valley und schließlich die Wittelsbacher. Das Alte Schloß seinerseits ist das älteste Profangebäude im Landkreis Miesbach. In seiner 700 Jahre bis 1848 währenden Funktion als Pflegamts- und Gerichtshaus ist es wohl auch das dienstälteste Gerichtsgebäude Oberbayerns. Danach 100 Jahre Gasthaus, sechs Jahre Domizil des Schriftstellers Michael Ende, sechs Jahrzehnte Leerstand und Verwahrlosung fast bis zum Ruinenverfall, haben es Dr. Sixtus und Inge Lampl 1987 von Reichsgraf Otto Arco auf Valley erworben, instand gesetzt und als privates Orgel- und Kulturzentrum eingerichtet. Es beherbergt derzeit 6 konzertfähig spielbare Orgel und ca. 50 im historischen Bundwerkstadel eingelagerte Orgeln.

Zollinger-Halle
Ein technisches Denkmal vor der Zerstörung gerettet

• 1923 als Sägewerkshalle in Grub erbaut mit außergewöhnlicher Holz-Lamellen-Konstruktion nach Friedrich Zollinger
• 1999 Abbruch beschlossen
• 2001 zum Alten Schloß Valley transferiert
seit 2003 Musik- und Festhalle des Orgelzentrums mit bester Akustik und größter Orgel des Oberlandes


Informationen zu Besichtigungen im Orgelzentrum
Ein Besuch im Orgelzentrum Altes Schloß Valley, über den wir uns sehr freuen, ist einem üblichen Museumsbesuch nicht vergleichbar. Hier ist es die persönliche Führung durch Dr. Sixtus oder Inge Lampl mit dem Vorspiel der bereitgestellten Instrumente, welche ein faszinierendes Gesamterlebnis schafft: aus dem Fluidum historischer Gebäude, aus dem Nähekontakt zu den sonst meist auf Emporen entrückten Orgeln, aus einem vertieften Verständnis von barocker und romantischer Musik und nicht zuletzt durch kurze Orgelkonzerte in der hervorragenden Akustik der Zollingerhalle.

Seit der Publizierung in der Zeitungsbeilage "Chrismon" (1,5 Mio. Auflage und Verbreitung in ganz Deutschland) nehmen die Anfragen nach Führungen deutlich zu. Da andererseits jede Führung durch die Begeisterung der Teilnehmer in einem Multiplikationseffekt weitere Führungen nach sich zieht, können wir die Anmeldungen nur mehr mit Mühe bewältigen. Einzelpersonen oder kleinere Gruppen werden daher gebeten, sich an größere Gruppen ab etwa 25 Personen anzuschließen, über deren Termine wir telefonisch gerne Auskunft geben (08024/4144): Da Gesamtführungen zu den Orgeln im Alten Schloß und in der Zollingerhalle 2 bis 2½ Stunden in Anspruch nehmen, bieten wir künftig auch eine kleinere Führung von etwa 1 Stunde Dauer in der Zollingerhalle an (4 € pro Person bei mindestens 25 Teilnehmern inkl. MwSt.; wenn weniger Teilnehmer, müsste der Rest bis zum Mindestsatz von 100 € aufgezahlt werden); die Gesamtführung kostet 8 € pro Person bei mindestens 20 Teilnehmern (d.h. Mindestsatz 160 € inkl. MwSt.); Kinder und Jugendliche frei.

Bitte zu beachten: die Erlebnisführungen können nur an Tagen bestellt werden, an denen Dr. Sixtus Lampl nicht selbst seine Kulturfahrten durchführt und abwesend ist .

Kinder bitte unter wirksamer Aufsicht, um Störungen bei den Musikdarbietungen zu vermeiden; bitte auch keine verschmutzten Wanderschuhe o. aggressive Sohlen/Absätze.

Falls Sie einmal die Zollingerhalle für eigene Veranstaltungen mieten wollen, beträgt der Tagessatz € 500,- zzgl. MwSt.

Für das leibliche Wohl empfehlen wir Ihnen gerne auch geeignete Gastronomien im Umfeld. Wenn Sie zur Programm-Abrundung Ihres Gruppenausflugs Vorschläge für Wanderungen oder Kirchenbesichtigungen suchen, beraten wir Sie gerne.

Inge und Sixtus Lampl


Vita Dr. Lampl

Es muss eine starke Liebe zur heimatlichen Kunst und zur kulturellen Tradition sein, die dem am 6. August 1941 in Schliersee geborenen Dr. Johann Friedrich Sixtus Lampl Kraft und Ausdauer verleiht, sich so vielseitig für die Erhaltung und Pflege dieser Schätze einzusetzen. Die Jahre an den Humanistischen Gymnasien in Schäftlarn, wo er Orgelspielen lernte, und Tegernsee, wo er 1962 sein Abitur machte, waren prägend für seine künftigen Tätigkeiten. 1973 schließt er sein Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Doktorarbeit über die “Klosterkirche Tegernsee” ab. Eine Arbeit, die als kunstgeschichtliches Werk in 2 Bänden veröffentlicht wird. Er beginnt im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ab 1977 mit der Erfassung und Pflege von Denkmälern. Seit 1980 ist er als Oberkonservator auch für historische Orgeln in ganz Bayern zuständig. Es entsteht die Idee, wertvolle Orgeln, die von ihren Besitzern aufgegeben werden, in einem Museum aufzufangen. Inzwischen sind mehr als 60 komplette Orgeln aller Größen, darunter auch die Münchner Domorgel oder die Orgel aus dem Kongress-Saal des Deutschen Museums, im Alten Schloss Valley vereint. Das Alte Schloss selbst, einen barocken Bundwerkstadel und eine historische Zollbau-Halle, hat er vor dem endgültigen Verfall gerettet und einer neuen Nutzung zugeführt. Heute wird das Schloss und das Museum von Ehefrau Ingeborg gemeinsam mit ihrem Mann geführt und verwaltet. Bereits als Gymnasiast stößt der begeisterte Orgelspieler auf Spuren des Musikschaffens in den bayerischen Barock-Klöstern. Er wird fündig, entdeckt sogar eine bislang unbekannte Mozartmesse und überträgt etwa viertausend Partiturseiten in heutige Notenschrift. Damit werden wunderbare Musikwerke wieder aufführbar und mit Solisten, Chor und Orchester der von ihm gegründeten und geleiteten „Valleyer Barockmusikfreunde“ dargeboten. Tätigkeiten, die mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt wurden. Darüber hinaus ist Dr. Lampl Kreisheimatpfleger im Landkreises Miesbach, Dirigent des örtlichen Männerchores, Verleger für Musik-Bücher und kunsthistorischer Kirchenführer, sowie Leiter von Kultur- und Studienfahrten.

Paul Gscheidlinger

Mit freundlicher Genehmigung von Sixtus Lampl
Webseite: http://www.lampl-orgelzentrum.com/



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