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Han er oppstanden

Komponist: Robert Coates
Verlag: Cantando


Toccata over en salmetone fra Tanzania

Ein knallgelber Einband signalisiert immer Aufmerksamkeit und passt auch hier sicher sehr gut zu dieser Oster-Edition. Wer fühlt sich da nicht an Frühlingserwachen, Sonne, Licht, Energie und vitalen Aufbruch erinnert. Und liturgisch darf und kann man sogar (fast) jeden Sonntagsgottesdienst als ein kleines Osterfest mit zuversichtlicher Auferstehungszuversicht feiern. Somit steht einem intensiven gottesdienstlichen Einsatz dieser mitreißenden Toccata absolut nichts im Wege.

Der Interpret sollte allerdings auch Doppel-Pedal-Spiel in Oktaven mögen sowie einige Tonartwechsel. Anfangs- und Schluss-Tonart ist zwar einheitliches F-Dur, Exkurse gibt es aber in die Nachbar-Tonarten D-Dur sowie G-Dur. Komponiert ist dieses Stück 1996, und bereits 1997 im Druck erschienen.

Laut Quellenangabe zum Evangelischen Gesangbuch, EG 116: die deutsche österliche Liedfassung im 6/4 Takt (Robert Coates reduziert allerdings den Takt "übersichtlicher" auf 3/4) entstand 1969 nach dem Suaheli-Lied "Mfurahini, Haleluya" mit übernommener Melodie aus Tansania.

Das Orgelarrangement ist belebt durch Achtel-Akkordschläge in beiden Händen, nach vier Eingangstakten taucht erstmals das Liedmotiv im Pedal auf. Wenn die Tonart G-Dur erreicht ist, gibt es eine Steigerung: Notiert sind jetzt 16-tel in Gegenbewegung von R.H. abwärts / L.H. aufwärts-Figurations-Formen. Dem Bassfundament bleibt erneut die Choralmelodie anvertraut. Die letzten 11 Takte kehren bewusst zur Ausgangs-Tonart zurück.
Bei entsprechender Kathedal-Akkustik (langer Nachhall) wird man sicher die (Achtel-)Pausen zwischen den pendelnden Akkordschlägen großzügiger nehmen dürfen.

Christoph Brückner
Februar 2019 / September 2019


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