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Johannes Brahms - Ungarischer Tanz Nr. 5

Bearbeiter: Alexander Därr
Verlag: Musicantum Edition


Transkription für Orgel von Alexander Därr

Das Orgel-Oeuvre von Brahms ist ziemlich übersichtlich. Und ausgerechnet Zeitgenosse Anton Bruckner (1824-1896) hat sogar noch weniger für die Königin der Instrumente hinterlassen. Umso willkommener ist also die Tatsache, dass der Ohrwurm „Ungarischer Tanz Nr. 5“ (Original Klavier 4 händig) jetzt auch in einer Orgelfassung vorliegt. Ermöglicht hat das Alexander Därr. Und somit ist das (hoch-)romantische Orgelrepertoire um ein weiteres wunderbares Stück bereichert.
Der Rezensent hat diese Wirkung mehrfach als Zugabestück getestet (wer´s englisch mag: dancing pipes?), was jeweils immer vom Publikum dankbar angenommen wurde. Denn: diese Komposition ist in ihrer Struktur ebenso ideal wie genial. Das dreiteilige Stück beginnt und endet stimmig und schlüssig in g-Moll, mit einem Ausflug (Vivace) nach G-Dur. Man spürt: Brahms ist ja durchaus als sensibler und penibler selbstkritischer Komponist bekannt. Er vernichtete nicht nur den Briefwechsel mit Clara Schumann, sondern verbrannte eigene Werke, die seinen hohen Ansprüchen später nicht (mehr) genügten.
Auf eben diesem Niveau bewegt sich auch die Orgel-Transkription mit übersichtlichem und perfekten Notensatz.
So ist es sehr erfreulich, dass eines der bekanntesten Werke von Johannes Brahms nun praktikabel auf der Orgel musiziert werden kann.


Christoph Brückner
November 2018 / Mai 2019


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