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Gospel Organ Book

Komponist: Jürgen Borstelmann
Verlag: Strube

Laut eigenhändigem handschriftlichen Vermerk bin ich immerhin seit 2010 stolzer und glücklicher Notenbesitzer dieser Ausgabe und um es kurz zu machen: ich empfehle diesen Band wärmstens. Somit war eine Rezension darüber eigentlich schon längst überfällig.
Sehr gerne und immer wieder spiele ich aus diesem äußerst preisgünstigen Album mit 68 Seiten für 15 €. Dieses ist eine wahre Fundgrube an originellen und kreativen Einfällen für das Orgelspiel in Kirche und Konzert: Thematik von Buchstabe A bis W: Von „Amazing Grace“ bis hin zu the wonderful piece(s) (Wade in the water).

Chromatische Basslinien, ausnotierte Improvisationsteile, satte Septakkorde und dezente Klangteppiche etc. all das kommt dem Interpreten sehr gelegen. Einfallsreich die dreisätzige Suite (Reggae-Meditation-Toccata) über „Kumbayah, my Lord“, sowie das Kabinettstück (11 Bagatellen!) zu „Michael, row the boat ashore“). Ein größerer Zyklus bildet die Orgelsuite über „Nobody knows the trouble I`ve seen“ mit sechs kontrastreichen Sätzen (Introduktion, Capriccio, Siciliano, Fanfare, Meditation und Toccata).
Eine favorisierte Tonart scheint für Jürgen Borstelmann e-Moll zu sein, denn die folg. Stücke sind in dieser gehalten:
Sometimes I feel like a motherless child / Joshua fit the battle of Jericho / Wade in the water.
Die anderen vertretenen Tonarten sind sehr spielerfreundlich in g-Moll, F-, D-, C- und G-Dur.
Wem das zu einfach erscheint: es spricht ja nichts dagegen, Stücke und Passagen in entferntere Tonarten zu entrücken und dadurch weiter zu verzücken.

Und Vorsicht: könnte es sein, dass smarte, nette groovende und swingende Orgeltitel  manchem Gospelchor Konkurrenz machen? Ein solcher Duell-Aspekt liegt sicher nicht im Sinne des Erfinders, wohl eher ein Dialog-Angebot. Somit mein letzter Tipp für heute liebe Leute: wie so oft im Leben: probieren geht über studieren.
Und bei einer (un)möglichen Überdosis fragen Sie dann einfach ihr geneigtes Publikum.  
  


Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
August 2017 / April 2018


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