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Die Orgel in St. Ludgeri Norden

Die Schnitger-Orgel
Disposition


Die Schnitger-Orgel

Die Norder Orgel ist das zweitgrößte in Deutschland noch erhaltene Werk Arp Schnitgers, für Ostfriesland zugleich die größte und bedeutendste historische Orgel. Durch die Restaurierung des dafür prädestinierten Orgelbauers, Jürgen Ahrend, hat sie ihre ursprüngliche Klangschönheit und -vielfalt in beglückender Weise zurückgewonnen, zu der auch der herrliche, seinerseits restaurierte, mittelalterliche Kirchenraum mit der hölzernen Ausstattung der Renaissance und des Barock veredelnd beiträgt.

Der ungewöhnliche Standort der Orgel beim südöstlichen Vierungspfeiler erklärt sich aus den besonderen Verhältnissen der Ludgerikirche, wo eine Aufstellung am Westende des Langschiffes nicht sinnvoll gewesen wäre. Durch Tiefersetzen und Erweitern der alten Orgelempore an der südlichen Chorwand bis ins Querschiff hinein erreichte Schnitger in genialer Weise, dass die Orgel nun in allen Teilen der Kirche gut zu hören ist und seither ihrer damals neuen Aufgabe, der Begleitung des Gemeindegesangs, voll gerecht werden kann. Dies ergab sich durch die Zusammenfassung des Pedalwerks in einem seitlichen Turm. Der Pedalturm steht im Querschiff, während die Manualwerke noch im Hochchor stehen, aber schräg in Richtung des nördlichen Querschiffs sprechen: das Rückpositiv in der Brüstung, Brustpositiv (nicht sichtbar) und Werck auf der Empore und das Oberpositiv ganz oben im Hintergrund an der Chorwand.

Reinhard Ruge


Disposition

I. Rückpositiv ***
CDE – c'''
II. Werck
CDEFGA - c“'
III. Brustpositiv
CDEFGA – c'''
IV. Oberpositiv
CDEFGA – c'''
Pedal
CDE – d'
Principal (P ab Fis) 8' r

Quintadena 16' *

Gedact (H) 8' o Hollfloit (H) 8' o Principal (P ab E) 16' r
Gedact 8' *

Principal (P) 8' r

Blockfloit (H) 4' o

Octav 4' o

Octav 8' *

Octav 4' o

Rohrfloit 8' *

Principal 2' r

Flachfloit 2' o

Octav 4' r

Rohrfloit 4' o

Octav 4' *

Quinta 11/2' o

Rauschpfeiff II r

Rauschpfeiff II *

Octav 2' *

Spitzfloit 4' r

Scharf IV o

Scharff IV-VI r

Mixtur VIII r

Waldfloit 2' o

Quinta 3' r Regal 8' r Trommet 8' r Posaune 16' r

Ziffloit 1' o

Nasat 3' r

Vox humana 8' r

Trommet 8' r

Sexquialt II *

Octav 2' *

Schalmey 4' r

Trommet 4' r

Tertian II o

Gemshorn 2' o

Cornet 2' r

Scharff VI r

Mixtur VI r

Dulcian 8' r

Cimbel III r

Trommet 16' r


*** (Fis u. Gis als doppelte Obertasten)

Zeichenerklärung:
* 1616-1618 Edo Evers (Emden/Jever) unter Verwendung alter Pfeifen von Andreas de Mare (1566/67) (Groningen, NL)
o 1686-1688 Arp Schnitger (W, Rp, Bp, Pd) (Hamburg/Neuenfelde)
o 1691/92 Arp Schnitger (Op), (Hamburg)
r 1981-1985 Jürgen Ahrend (Leer-Loga)


o Gehäuse
o Windladen
r Klaviaturen
r Schiebekoppel Bp, Op/W
r 3 Keilbälge
r 5 Sperrventile
r 2 Tremulanten Rp,Op
o Cimbelsterne Rp
r Vogelgesang

Disposition und Daten: ORGANEUM
Texte und Fotos mit freundlicher Genehmigung der Presseabteilung Musikfest Bremen / Arp-Schnitger-Festival (Carsten Preisler)
N-25
weiterführende Links

Webseite St. Ludgeri Norden
Webseite Arp-Schnitger-Festival
Webseite Krummhörner Orgelfrühling



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