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Die Orgel der Neuapostolischen Kirche Nagold

Disposition
Konzeption


Disposition

Manual I Manual II Pedal
Prinzipal 8' Holzgedackt 8' Subbaß 16'
Koppelflöte 8' Salicional 8' Gedecktbaß 8'
Oktave 4' Rohrflöte 4'
Holzflöte 4' Quinte 2 2/3'
Blockflöte 2' Prinzipal 2'
Mixtur 3fach 1 1/3' Terz 1 3/5'

Koppeln: Manualkoppel II/I, Manualkoppel II/I 4' (Superkoppel), Pedalkoppel I/Ped

Rein mechanische Spiel- und Registertraktur
Insgesamt 840 Pfeifen

Konzeption

Die alte Kirche in Nagold besaß bereits eine Pfeifenorgel, die aus der Kirche Dornhan 1971 übernommen wurde. Sie hatte auf zwei Manualen und Pedal insgesamt 14 Register, die auf einer gemeinsamen Windlade für beide Manuale und im Prospekt verteilt waren. Die Traktur, die Verbindung vom Spieltisch zu den Ventilen unter den Pfeifen, war elektrisch. Da das Material sehr schlecht war, die Pfeifen hatten teilweise erhebliche Beschädigungen, der Spieltisch und sämtliche Elektrik waren völlig verbraucht, konnte im Neubau davon nichts verwendet werden.
Die Kirchenverwaltung in Stuttgart-Degerloch hatte bei ihrem Neubau 1988 eine kleine mechanische Orgel erhalten. Diese wurde seither jedoch kaum eingesetzt. Daher wurde die Versetzung der Orgel in die neue Kirche Nagold beschlossen. Allerdings waren nun die Ausmaße der Windladen im neuen Kirchenraum nur schwer räumlich zu integrieren. Zudem stand die Orgel in der Verwaltung ohne eigenes Gehäuse in einem kleinen Nebenraum. So wurden die Windladen verkauft und dafür ein neues Gehäuse und neue Windladen bestellt. Die Verwaltungsorgel hatte die Firma Max Offner aus Kissing bei Augsburg erbaut, inzwischen war die Firma an den Sohn Andreas Offner übergeben worden, der die Versetzung und den technischen Neubau der Orgel nun durchführte.

Das Gehäuse der Orgel auf einer eigenen kleinen Orgelempore, wie auch der technische Aufbau mit einer rein mechanischen Traktur und neuen Windladen, konnten an das Kirchengebäude angepasst werden. Wie der Kirchensaal ist auch die Orgel in ein höhereres Element, in dem die Pedalpfeifen stehen, und ein tieferes für die beiden Manualwerke gegliedert. Architektonische Form von Kirche und Orgel gehen damit auch mit dem Werkaufbau des Instrument in eins. Die Rundung der Wände wurde in der Prospektrundung fortgeführt. In der Farbgebung nimmt die Orgel mit Nußbaum für das Gehäuse und den rot gefärbten Schleierbrettern die Farben der übrigen Inneneinrichung auf. Besondes gut abgestimmt ist die Auswahl der Hölzer im Spieltisch, die in dieser Zusammenstellung einzigartig ist.
Der Neubau der Windladen ermöglichte die Verwendung von Wechselschleifen, die einen vielfältigen Einsatz der Register, der Klangfarben der Orgel, erlauben. Jedes Register, außer den Pedalregistern, kann so sowohl auf dem ersten, wie auf dem zweiten Manual gespielt werden. Zusammen mit den Koppeln, die durch eine Superkoppel II/I (Ankoppelung des oberen Manuals eine Oktave höher an das untere Manual) erweitert wurden, ergibt sich damit eine ungeheure Anzahl von Kombinationen. Außerdem können alle Register in den Manualen mit Ausnahmen des Prinzipal im Prospekt durch einen Schwellkasten in der Lautstärke deutlich zurückgenommen werden.

Die Disposition umfaßt 12 Register, die vorrangig einem Manual zugeordnet wurden, jedoch ohne weiteres auf dem anderen Manual gespielt werden können, sowie 2 Register im Pedal.

Andreas Ostheimer


Mit freundlicher Genehmigung von Andreas Ostheimer
OI-N-9



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