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Die Orgel der Erlöserkirche Münster/Westfalen

Disposition
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Disposition
Baujahr: 1999
Orgelbauer: Manufacture d’orgues de Bruxelles - Patrick Collon

Hauptwerk
Nebenwerk Echo Pedal
Principal 16’ C–f° aus Bordun Offenflöte 8’ Salicional 8’ Bordunbass 32’
Bordun 16’ Traversflöte 8’ C – f° aus Offenflöte Unda maris 8’ab fis° Contrabass 16’
Principal 8’ Principal 4’ Quintade 8’C – H aus Salicional Subbass 16’
Voce umana 8’ ab d’ Nasat 2 2/3’ Fugara 4’ Flötenbass 8’
Copel 8’ Flageolet 2’ Hautbois 8’ ab cis’ Violonbass 8’
Oktave 4’ Terz 1 3/5’ Vox Humaine 8’ Oktavbass 4’
Flöte 4’ Mixtur III Posaunenbass 16’
Quinte 2 2/3’ Cromorne 8’ Trompetenbass 8’
Oktave 2’ Clarinbass 4’
Terz 1 3/5’
Quinte 1 1/3’
Mixtur IV - V
Cornet V ab cis’
Trompette 8’
Bajoncillo/Clarin 4’ / 8'

Nebenzüge:
Pedalkoppel I, Pedalkoppel II, Kurze Oktavkoppel HW,
Tremulant, Nachtigall, Kuckuck, Donner,
Ventil Echo, Öffnung Echo,
Calcant

Traktur vollmechanisch,
Schiebekoppel,
Winderzeugung mechanisch/elektrisch,

ungleichschwebende Stimmung


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Zu erwähnen ist, dass die Orgel nicht als Stilkopie gebaut worden ist, sondern als Synthese europäischer Baustile der Barockzeit gesehen und auch behandelt werden muß. Die Prinzipale sind norddeutsch-niederländisch, der offene Flötenbass, das Cornet (und das zerlegte Cornet des Positivs) und Zungen französisch, die Voce umana italienisch, die Traversflöte rheinisch nach König, Copel, Salicional, Unda maris, Quintadena und Violonbass süddeutsch (tw. nach Holzhey, Oberschwaben), Fugara und Hautbois belgisch, Voix humaine nach Riepp (Ottobeuren), die Schleifenteilung für alle durchgehenden Hauptwerksregister und die waagerechten Trompeten spanisch. Die Kurzoktavkoppel des Hauptwerks macht die Interpretation vieler altiberischer Orgelmusik erst richtig möglich.

Der Raum ist neben seiner Verkehrsinsellage (zwischen zwei stark befahrenen Hauptverkehrsachsen) akustisch sehr schwierig, es gibt fast keinen Nachhall, die tiefen Frequenzen werden von der Holzdecke geradezu geschluckt. Die Register mußten dementsprechend weiter mensuriert werden, um eine aufdringliche Forcierung des Klangs zu vermeiden. Der Klang ist warm, gesanglich und farbig, füllt den Raum, ohne aufdringlich zu werden. Kleinpedal und Großpedal sind zwischen Hauptgehäuse und Balganlage auf der Empore aufgestellt, darum ist kein 16' offen, die ("deutsche") Posaune hat halbe Metallbecherlänge. Der 32' ist in der großen Oktave akustisch, komplett gedeckt.

Eine Besonderheit für einen Neubau ist die Anlage einer voll funktionsfähigen Keilbalganlage nach französisch-barockem Vorbild (Dom Bedos) mit fünf Bälgen - Herausforderung nicht nur für Konfirmanden. (Detail: Die Calcantenglocke ist eine Fahrradklingel Typ "Dingdong", Referenz an die Fahrradstadt Münster.) Auch bei eingeschaltetem Gebläse läuft der Wind über die Balganlage.

Michael Martens


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde und Michael Martens
OI-M-10

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