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Die Orgel in St. Johannis Mainbernheim

Beschreibung der früheren Orgel
Der Orgelbauer
Die Orgel von 1913


Beschreibung der früheren Orgel

Vorläufer der jetzigen Orgel stammte von Johann Christoph Wiegleb, Wilhermsdorf aus dem Jahre 1747. Es sei hier die Originaldisposition mitgeteilt:

I. Manual (C - c'''):
Prinzipal 8', Gamba 8', Grabgedeckt 8', Quintatön 8', Oktave 4', Hohlflöte 4', Kleingedackt 4’, Quinta 3', Superoktave 2’, Mixtur 2' 4 fach.

II. Manual (C - c'''):
Stillgedeckt 8’, Kleingedackt 4’, Prnzipal 4’, Spitzflöte 4’, Oktave 2’, Mixtur l' 3 fach.

III. Pedal (C – c''):
Violon 16', Subbaß 16', Oktavbaß 8', Posaunenbaß 16', feste Pedalkoppel. Manualkoppel II an I. Schleiflade, mechanische Register- und Tontraktur.

In Mainbernheim erhalten von der Wiegleb-Orgel ist der wunderbare Barockprospekt mit allen Prospektpfeifen.


Der Orgelbauer Johann Christoph Wiegleb

Johann Christoph Wiegleb (1690 - 1749} war einer der bedeutendsten Orgelbauer im fränkischen Spät - Barock. Er erlernte das Orgelbauerhandwerk bei seinem Vater Johann Hieronymus Wiegleb in Heldritt. Seine Werkstatt in Wilhermsdorf lässt sich ab 1712 nachweisen. Hier baut er als Opus I seine erste Orgel in der Evang. Luth. Pfarrkirche (Prospekt heute noch vorhanden!). Er wird 1732 Hohenloh - Schillingsfürstischer Hoforgelmacher, 1736 Hof- und Landorgelmacher für die Markgrafschaft Bayreuth und im Jahre 1739 für das Fürstentum Ansbach. Folgende Orgelbauten sind von ihm Überliefert:

1711 - Wilhermsdorf
1716 - Neustadt an der Aisch, Stadtkirche
1718 - Gutenstetten
1719 - Langenzenn
1720 - Erlangen, Altstädter Kirche
1727 - Lichtenfels
1727 - Neidhardswinden
1729 - Ipsheim
1730 - Herrnberchtheim
1735 - Bad Windsheim, St. Kilian
1736 - Ansbach, St. Gumbertus
1742 - Weingartsgreuth
1745 - Rüdisbronn
1747 - Mainbernheim
1747 - Rudolzhofen
1749 - Steppach
1750 - Steinach an der Ens (Beendigung durch Kaspar Moritz Nößler)
1750 - Schornweisach (Beendigung durch Kaspar Moritz Nößler)


Die Orgel von 1913:
Die Orgelbauwerkstätte Steinmeyer & Co, Öttingen hat im Jahre 1913 in diesem Gehäuse eine neue Orgel erstellt. Sie trägt die Opusnummer 1172. Deren 20 Register verteilen sich auf zwei Manuale und Pedal. Sie ist mit pneumatischer Registerkanzellen ausgestattet.

Disposition:

I. Manual
(Hauptwerk) C-g'''
II. Manual
(Schwellwerk) C-g'''
Pedal
C-d'
Prinzipal 8' Tibia 8' Subbass 16'
Viola di Gamba 8' Lieblich Gedeckt 8' Bordunbass 16'
Harmonieflöte 8' Salizional 8' Violon 16'
Bordun 16' Geigenprinzipal 8' Oktavbass 8'
Gedeckt 8' Vox Coelestis 8' Violoncello 8'
Oktave 4' Fugara 4'
Spitzflöte 4' Larigot 2'
Oktave 2'
Mixtur 3fach

Gehäuse und Prospekt:

Wiegleb 1735. Fünffeldrig, Außentürme rund, spitze Zwischenfelder, rundes Mittelfeld. Original bestückt mit den historischen Pfeifen von Wiegleb. Außentürme mit Mittelfeld, Seitenbärte (Rollenbärte sind eine Zutat von Steinmeyer!). Zwischenfelder ohne Bärte. Außentürme aufgelötete Rundlabien, sonst gedrückte Rundlabien. Alle Prospektpfeifen haben Zierwarzen. Material: Zinn. Die Pfeifen in den Außentürmen sind alle klingend (je 7 Pfeifen ab D), im Mittelfeld (11 Pfeifen) sind neun klingend. Die spitzen Zwischenfelder und das Mittelfeld sind doppelstöckig aufgebaut. Über den Prospektpfeifen des Prinzipal 8' findet sich hier das (ehemalige) Prospektregister der Wiegleb-Orgel des zweiten Manuals (Prinzipal 2') 9/7/9. Steinmeyer hat die Prospektfront belassen und hat ein neues Gehäuse an die Front anschließen lassen. Außenmaße: Breite 3,85 Meter ohne Profile, Höhe 4,80 Meter. Tiefe: 2,95 Meter. Das Pedal ist hinterständig und überragt die hintere Breite um jeweils einen Meter.

Spieltisch:
Vorgeschaltete Spielanlage als freistehender Spieltisch. Blickrichtung des Organistn ins Kirchenschiff. Der Spieltisch nimmtdie beiden Manuale mit Pedal auf und die Registerschaltung. Innen Nußbaum, Klaviaturbacken Hartholz geschwärzt. Registerschaltung als Wippen in einer Reihung über dem zweiten Manual in folgender Reihe:
Oktavbass 8', Violoncello 8', Subbass 16', Bodunbass 16', Violon 16' (gelb für Pedal), Mixtur 2 2/3', Oktav 2', Oktav 4' Spitzflöte 4', Harmonieflöte 4', Gedeckt 8', Viola di Gamba 8', Prinzipal (' (rosa für erstes Manual), Manualkoppel, Pedalkoppel I, Pedalkoppel II (weiß für die Koppeln), Geigenprinzipal 8', Salizional 8', Vox Coelestis 8', Tibia 8', Lieblich Gedeckt 8', Fugara 4', Larigot 2' (grün - blau für zweites Manual), Calant (weiß).


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
OI-M-2
weiterführende Links

Webseite Ev. Kirche Mainbernheim



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