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Die Orgeln in St. Gebhard Konstanz-Petershausen

Geschichte der Orgel
1960er-Jahre
Das Neubauprojekt
Die neue Orgel (2014)

Die Geschichte der Kirche
Ansprechpartner


Geschichte der Orgel (Auszüge)

Schon bald nach der Weihe der neu errichteten Gebhardskirche am 09. November 1930 wurde das Instrument an seinem Platz auf der Empore aufgestellt und geprüft. Die Weihe der neuen Orgel fand schließlich im Rahmen einer kirchenmusikalischen Feierstunde am Abend des 25. Januar 1931 statt.

Die 1.Orgel von 1931:

Ungefähr ein Menschenalter hat die alte Orgel von St.Gebhard inzwischen auf dem Buckel: 1930 in die neu errichtete St.Gebhardskirche von der Überlinger Orgelbaufirma Mönch eingebaut, 1931 eingeweiht, war sie damals mit ihren 49 Registern auf 3 Manualen und Pedal eine der großen Konstanzer Kirchenorgeln. Die größte Orgel war bis zum Neubau der Münsterorgel 1954/55 (IV/63, Klais) die damalige Schwarz-Orgel in St. Stefan mit 62 Registern auf drei Manualen und Pedal.

Zeitgemäß mit pneumatischer Traktur ausgestattet, wo der Weg von der Taste zur Pfeife über ein luftgefülltes Bleirohrsystem verlief bei ebensolcher Registerzuschaltung, galt diese Technik als Fortschritt gegenüber der mechanischen Traktur früherer Zeiten, wo die Tasten-Pfeifen-Verbindung durch kompliziertes mechanisches Gestänge hergetellt worden war. Den Nachteil des hörbar späteren Ansprechens der Pfeife nach dem Tastendruck nahm man in Kauf.

Der Spieltisch war vor das Gehäuse gestellt worden mit Blickrichtung des Organisten zu Chorleiter und Altar: einerseits ein praktischer Musiziervorteil für den Organisten, andererseits eine erhebliche Beeinträchtigung für die damals noch respektabel großen Kirchenchöre: die hinter den Sopran- und Altstimmen postierten Tenor- und Bassstimmen verloren durch die Position des Spieltischs ihren Kontakt zu einander.Der Klang der Orgel kopierte auch spätromantische Orchestersymphonik, wie sie etwa typischen Reger-Orgeln eigen ist. Bei allen reizvollen Klangmöglichkeiten wie z.B. "Vox coelestis", "Äolsharfe" oder Streicher-Imitationenen klang das Tutti eher zäh, dumpf und undurchsichtig.

Disposition

Manual I C-g3 Manual II C-g3 Manual III C-g3

Pedal I C-f1

Prinzipal 16’ Liebl. Gedeckt 16’ Quintatön 16’ Prinzipalbaß 16’
Prinzipal 8’ Flötenprinzipal 8’ Geigend Prinzipal 8’ Violonbaß 16’
Großgedackt 8’ Nachthorn 8’ Rohrflöte 8’ Subbaß 16’
Flöte oktaviant 8’ Viola di Gamba 8’ Liebl. Gedeckt 8’ Zartbaß (1) 16’
Salicional 8’ Vox-celestis 8’ Äoline 8’ Posaunenbaß 16’
Dolce 8’ Fugara 4’ Äolsharfe 8’ Quintbaß 10 2/3’
Prestant 4’ Echoflöte 4’ Gemshörnlein 4’ Oktavbaß 8’
Rohrflöte 4’ Quintflöte 2 2/3’ Violine 4’ Cello (2) 8’
Quinte 22/3’ Bachflöte 2’ Quinte 2 2/3’ Trompete (3) 8’
Oktave 2’ Terzflöte 1 3/5’ Waldflöte 2’ Flötenbaß (4) 4’
Mixtur 22/3’ Solomixtur 2 2/3’ Terzflöte 1 3/5’
Krummhorn 8’ Dulcian 16’ Harmonia ätheria 2 2/3’
Tremolo Trompete 8’ Oboe 8’
Clairon 4’ Tremolo
Tremolo


(1) = Windabschwächung von Subbaß 16’
(2) = Transmission von Viola di Gamba 8’ (Man. II).
(3) = Transmission von Trompete 8’ (Man. II).
(4) = Transmission von Rohrflöte 4’ (Man. I).

Spielhilfen & Kopplungen

- Normalkopplungen: I/P, II/P, III/P, II/I, III/I, III/II.
- Oktavkopplungen: Super III (ausgebaut), Sub III, Sub III/II, Super III/II, Super II/I (ausgebaut), Super II (ausgebaut), Super I.
- 2 Freie Kombinationen.
- Feste Kombinationen: Piano, Mezzoforte, Forte, Tutti, Auslöser.
- Automatisches Pianopedal (frei einstellbar).
- “Handregister ab”.
- “Zungen ab”.


In den 1960er-Jahren erfuhr die Orgel technische und klangliche Veränderungen.

In der Meinung, den Klang der barocken Orgel „wiederentdeckt“ zu haben, wurden sehr viele Orgeln ohne Rücksicht auf Verluste entsprechend umgebaut. Auch in der Orgel von St. Gebhard „wüteten“ solche Kräfte, d.h. der grundtonorientierte Klang der Orgel mit ihren zahlreichen Registern zu 16’ und 8’ ging durch Abschneiden dieser Register auf 4’ und höher verloren. Die Folge war ein klanglich uneinheitliches Instrument mit kreischenden Mixturen und obertöniger Intonation.
Durch Umarbeiten oder Entfernen von Registern wurden gut zwei Drittel der historischen Substanz zerstört oder zumindest beschädigt.
Im Zuge des Umbaus erhielt die Orgel auch elf neue Register.
Die ursprünglich ausgebauten Superoktavkoppeln wurden mitsamt dem dazugehörigen Pfeifenwerk entfernt. Die Windladen sind jedoch noch vorhanden. Einzelne Pfeifenreihen wurden sogar nach Bedarf auf verschiedene Register verteilt. Auch das zweite Schwellwerk fiel dem Umbau zum Opfer. Die übriggebliebenen Holzrahmen des Schwellkastens erinnern heute noch an die Zeiten vor dem Umbau.
Auf technischer Ebene hielt die Elektrik Einzug. Die ursprünglich rein pneumatische Traktur wurde in St. Gebhard durch ein elektrisches System ergänzt, d.h. in der Orgel arbeitet noch heute die Pneumatik von 1931, lediglich die Verbindung vom 1960 neu gelieferten Spieltisch bis an die pneumatischen Steuerelemente in der Orgel ist heute elektrisch.
Die einzige mechanische Komponente der Orgel ist die Steuerung der Schwellerjalousien.

Die Wiedereinweihung der umgebauten Orgel fand im Oktober 1961 statt. Seither hat die Orgel 46 Register auf drei Manualen und Pedal.

Bei aller geglückten Modernisierung des Werks schenkte man dem technischen Zustand vieler Verschleißteile und teilweise minderwertigen Pfeifenmaterials wenig Beachtung, und so nahm die Alterung vieler Funktionsteile ihren Lauf bis zur heutigen Hörbarkeit undichter Systeme und Anfälligkeit gegen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswechsel. In Fachgutachten wurde festgestellt, dass die "Laufleistung" des Werks ihr Ende erreicht hat. Bereits 1978 empfahl der damalige Erzbischöflische Orgelinspektor Konrad Philipp Schuba einen baldigen Orgelneubau in St.Gebhard. Doch auch jetzt noch, fast 30 Jahre später, muss die inzwischen 45 Jahre alte Orgel von 1961 Dienst tun, und niemand weiß, wann sie diesen vielleicht plötzlich quittieren wird. Das Möglichste, um diese Orgel spielfähig zu halten, taten und tun die beiden Organisten Andreas Konrad (bis 2006) und Peter Marksteiner (weiterhin) in selbstlosem Pflegeeinsatz.

Manual I C-g3
„Hauptwerk”
Manual II C-g3
„Brustwerk”
Manual III C-g3
„Oberwerk”
Pedal C-f1
Praestant 16’ Engprincipal 8’ Gedacktpommer 16’ Principalbaß 16’
Principal 8’ Rohrgedackt 8’ Suavial 8’

Subbaß 16’

Grobgedackt 8’ Quintade 8’ Nachthorn 8’ Zartbaß (3) 16’
Gemshorn 8’ Principal 4’ Salicet (2) 8’ Octave 8’
Octave 4’ Spillflöte 4’ Octave 4’ Gedackt 8’
Rohrflöte 4’ Waldflöte 2’ Kleingedackt 4’ Quinte * 51/3’
Quinte 2 2/3’ Larigot 11/3’ Nazard 22/3’ Choralbaß * 4’
Oktave 2’ Scharff 4f. 1’ Blockflöte 2’ Flachflöte * 2’ 5 1/3’
Mixtur 4f. 1 1/3’ Krummhorn 8’ Terz 13/5’ Posaune 16’
Cymbel 3f. 1/2’ Schalmey 4’ Flageolet 1’ Trompetbaß 8’
Trompete 8’ Tremulant Acuta 4f. 11/3’
Trompete 4’ Zimbelstern 5f. (1) Fagott 16’
Oboe 8’
Clairon 4’


Tremulant

(1) = Selbstbau durch Klaus & Andreas Konrad.
(2) = ab c0 schwebend gestimmt.
(3) = Windabschwächung von Subbaß 16’
(4) = Terzchor 13/5’seit November 1999 abgestellt (Labien blockiert).
* = Sonderlade, aufgebänkt über den Pfeifen von Gedackt 8’.

Spielhilfen & Kopplungen
- Normalkopplungen: I/P, II/P, III/P, II/I, III/I, III/II.
- 2 Freie Kombinationen, Kombination B teilbar.
- 2 Freie Pedal-Kombinationen.
- Tutti.
- “Man. 16’ ab”.
- “Zungen ab”.
- Einzelabsteller für Zungen.
- “Handregister an Freie Kombination” (jeweils für FK A und B).
- Crescendowalze mit Fußpuffer “Walze ab”.


Das Neubauprojekt

Bereits 1978 wurde über einen Orgelneubau nachgedacht.
Nur wenige Jahre nach dem Umbau muß sich der Zustand der Orgel zunehmends verschlechtert haben. Der damals zuständige Erzbischöfliche Orgelinspektor und Münsterorganist, Konrad Philipp Schuba, erstellte daher im Jahre 1978 ein Gutachten, in dessen Zusammenhang der Wunsch nach einem baldigen Neubau laut wurde.

Ab 1999 liefen verstärkte Bemühungen zur Optimierung der Orgelsituation.
Immer häufiger traten unvorhersehbare Störungen im klanglichen wie technischen Bereich auf.

Einzelne Töne blieben hängen („Heuler“) oder kamen erst gar nicht, ganze Register fielen aus etc. Hinzu kam fortwährend die überdurchschnittliche Notwendigkeit der Nachstimmung einzelner Töne oder ganzer Register. Ferner wurden Teile der Windversorgung undicht, so daß die Orgel nur selten „mit voller Leistung“ gespielt werden konnte. Die Orgel konnte zuletzt nur mit großem Aufwand, nicht zuletzt durch die Organisten selbst, spielbar erhalten werden.

Im Oktober 2002 fiel endlich der Startschuß zum Orgelneubauprojekt.
Nach gründlichen Vorbereitungen wurde durch Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat grünes Licht gegeben, an der Orgelsituation tätig zu werden.

Es folgte ein Treffen von Pfarrer und Organisten mit dem Orgelbauer (Mönch) und dem zuständigen Orgelinspektor (anfangs Konrad Ph. Schuba, jetzt Georg Koch). Im weiteren Verlauf erstellten Orgelbauer und Orgelinspektor je ein Gutachten über den Zustand der Orgel.
In der Zwischenzeit wurde die Pflege der Orgel der Firma Orgelbau Jens Steinhoff in Schwörstadt/Hochrhein übertragen.
Ferner schaltete sich das Landesdenkmalamt ein, um zu prüfen, ob es sich bei der Orgel um ein denkmalwürdiges Instrument handle.

Hierzu mußten alle 3052 Pfeifen der Orgel auf ihre Herkunft überprüft werden, was wiederum die Erbauerfirma Mönch vornahm, da diese noch die alten Akten besitzt.

Mitte Juni 2003 erhielten wir „grünes Licht“ für den Orgelneubau.

Das langersehnte Gutachten der Firma Mönch Orgelbau KG brachte die von Anfang an erhoffte „gute Nachricht“: Die Orgelbaufirma stellte bei der Durchsicht aller Pfeifen fest, daß dem Umbau von 1961 mehr originale Substanz zum Opfer fiel als zunächst angenommen. Vom ursprünglichen Pfeifenbestand sind heute nur noch 37,7% „weitgehend original“ erhalten. 25,6% sind „z.T. stark verändert“ erhalten und 36,7% sind verloren.

Außerdem bestätigte das Denkmalamt in seinem Schreiben vom 23. Juni 2003, „daß es sich bei dem Klangwerk der Mönch-Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Gebhard in Konstanz auf Grund erheblicher Substanzverluste, wie sie durch den Orgelumbau von 1961 eingetreten sind [...], um kein Kulturdenkmal handelt. [...]“

Allerdings soll der Prospekt, also der sichtbare Teil der Orgel, in der jetzigen Form erhalten bleiben.
Da der Prospekt in seiner jetzigen Form jedoch keine Abstrahlung des Klangs in Richtung Kirchenschiff ermöglicht, besteht hier noch Diskussionsbedarf mit den zuständigen Behörden.

Am 01. Oktober 2003 wurde dann der längst fällige „Förderkreis Orgelneubau St. Gebhard“ gegründet, der im Januar 2006 in „Orgelbauverein St. Gebhard” umbenannt wurde. Dieser Verein finanziert durch die Requirierung von Spenden einen Großteil der Baukosten, die schätzungsweise in der Größenordnung von 800.000 € liegen.

Inzwischen wurden von den Organisten ein klangliches Konzept sowie eine (Wunsch-) Disposition für die neue Orgel erarbeitet.

Hauptwerk Man. I, C-a3 Positiv Man. II, C-a3 (schwellbar) Schwellwerk Man. III, C-a3 Pedal C-g1
Praestant 16’ Suavial 8’ Quintaton 16’ Untersatz 32’
Principal 8’ Copula 8’ Geigenprincipal 8’ Principal 16’
Hohlflöte 8’ Gemshorn 8’ Bourdon 8’ Subbaß 16’
Gamba 8’ Principal 4’ Salicional 8’ Octavbaß 8’
Octave 4’ Rohrflöte 4’ Voix céleste (ab c) 8’ Gedackt 8’
Spitzflöte 4’ Waldflöte 2’ Fugara 4’ Octave 4’
Quinte 22/3’ Larigot 1 1/3’ Flûte octaviante 4’ Hintersatz 5f. 2 2/3’
Oktave 2’ Sifflet 1’ Nazard 2 2/3’ Bombarde 16’
Cornet 5f. 8’ Sesquialtera 2f. Octavin 2’ Trompete 8’
Mixtura maior 4-6f. 2’ Scharff 4f. 11/3’ Tierce 13/5’
Mixtura minor 4f. 1’ Cromhorne Plein jeu 6f. 2 2/3’
Trompete 8’ Tremulant Basson 16’
+Trompete 16 +Voix humaine 8’ Trompette harmonique 8’

Hautbois 8’
Clairon harmonique 4’
Tremulant
+Flûte harmonique 8’

Spielhilfen & Koppeln
- Normalkoppleln: I/P, II/P, III/P, II/I, III/I, III/II.
- Oktavkoppeln: 4’ III/P.
- Setzeranlage mit Sequenzer, Speicherkartensystem und Gruppenschlüssel.
- Crescendo-Walze (mehrfach programmierbar).
- Koppeln 16’ III, 16’ III/II, 16’ III/I (elektrisch).

Mechanische Spieltraktur, elektrische Registratur.

Erweiterungsmöglichkeiten auf 50 Register sind in kursiver Schrift gekennzeichnet.

Leider wurden bei der Neukonstitution des Vereins 2006 die Organisten nicht mehr im Vorstand vorgesehen. Was dies für die Planungen des Neubaus bedeutet, möge sich der Leser selbst ausmalen.

Weitere Informationen zur alten Orgel von St. Gebhard sind erhältlich bei:
Andreas Konrad

von Andreas Konrad, mit ergänzungen der Webseite des Orgelbauvereins

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Die neue Orgel (Quelle: konzilsorgel.de)
erbaut 2014 von Orgelbau Winterhalter

Das Konzept, das der Disposition der Konzilsorgel zugrunde liegt, weicht vom klassischen „Werkprinzip“ (Einteilung in Hauptwerk – Positiv – Schwellwerk) insofern ab, als die Manuale I und II jeweils eine Doppelfunktion erfüllen.

Das Manual I kann zum einen als Hauptwerk für symphonische Orgelmusik bzw. Musik des 19. und 20. Jahrhunderts und für französische Barockmusik verwendet werden, zum anderen als Barock-Positiv für Literatur des 16. bis 18. Jahrhunderts. Deswegen enthält es einige Register, die typisch für ein symphonisches Hauptwerk sind, und solche, die in ein barockes Positiv passen.

Das Manual II ist als barockes Hauptwerk gebaut und kann zum einen als solches verwendet werden. Seine Register, überwiegend in den Mensuren von Gottfried Silbermann gehalten, eignen sich klanglich jedoch auch für die Verwendung als Positiv in Orgelwerken ab der Romantik; dies ist die zweite Funktion des Manuals.

Das Manual III ist als sinfonisches Schwellwerk konzipiert. D.h. die Pfeifen aller Register, die diesem Manual zugeordnet sind, stehen in einem geschlossen Kasten mit Schwell-Jalousie, durch deren Öffnen und Schließen sich ein stufenloses Crescendo darstellen lässt.

Die Disposition der Orgel

I. Grand-Orgue Positiv C-a''' II. Hauptwerk Positiv C-a''' III. Schwellwerk C-a''' Pedal C-f'
15 Bourdon 16' 37 Flaut major 16' 57 Violon* 16' 1 Untersatz 32' C-H akustisch, ab c° aus Nr. 51
16 Montre 8' 38 Principal 8' 58 Geigenprincipal* 8' 2 Principalbass 16'
17 Hohlflöte 8' 39 Seeflöte 8' 59 Doppelgedeckt* 8' 3 Subbass 16'
18 Gedeckt 8' 40 Rohrflöte 8' 60 Viole de Gambe* 8'
4 Violonbass 16' Transmission aus Nr. 57
19 Viola di Gamba 8' 41 Salicional 8' 61 Voix céleste* 8' 5 Oktavbass 8' Transmission aus Nr. 16
20 Prestant 4' 42 Quintadena 8' 62 Traversflöte* 4' 6 Flötenbass 8' Transmission aus Nr. 17
21 Rohrflöte 4'
43 Octave 4' 63 Cremona* 4' 7 Bassoctave 4' Transmission aus Nr. 20
22 Fugara 4' 44 Spitzflöte 4' 64 Quintflöte 2 2/3' 8 Bombarde 16'
23 Nasard 2 2/3' 45 Quinte 2 2/3' 65 Flageolet 2' 9 Posaune 16' Transmission aus Nr. 29
24 Waldflöte 2' 46 Superoctave 2' 66 Terzflöte 1 3/5' 10 Trompette 8' Extension aus Nr. 8
25 Tierce 1 3/5'
47 Terz 1 3/5'
67 Trompette harmonique* 8'
26 Larigot 1 1/3' 48 Mixtur major VI-VII 2' 68 Oboe* 8'
27 Plein Jeu VI 1 1/3' 49 Mixtur minor V-VI 2' Auszug aus Nr. 48
69 Vox humana* 8'
28 Cimbel V 1' Auszug aus Nr. 27 50 Trompete 8' 70 Tremulant
29 Trombone 16' 51 Cromorne 8'
30 Trompette 8' 52 Tremulant
31 Clairon 4'
32 Tremulant (* = ausgebaut bis a'''')

Koppeln: II/I; III/I; Sub II/I; Super III/I; I/II; III/II; Sub III/II; Super III/II; Sub III/III; Super III/III; I/P; II/P; III/P; Super III/P


Die Geschichte der Kirche

Nachdem das Kloster Petershausen geschlossen wurde, war Petershausen jahrzehntelang ohne Pfarrei. Als 1870 die Bevölkerung zunahm, wurde eine Seelsorgeeinrichtung notwendig. Ab August 1909 hielt man die Gottesdienste teilweise im Singsaal der neuen Volksschule, der heutigen Gebhards- und Theodor- Heuss-Schule, teilweise im Kapitelsaal des Konstanzer Münsters. Die ersten Schritte zum Bau einer neuen Kirche waren mit den Kirchen- und Baufonds 1905 getan worden. Der zweite Schritt war es, einen selbstständigen Seelsorgebezirk aufzubauen, die „Kuratie Petershausen".

Karl Börsig, der am 18.11.1909 die Gemeinde übernahm, verdanken wir die Einrichtung der Pfarrei und den Bau der heutigen Sankt Gebhardskirche. 1916 wurde das Gelände gegenüber der Volksschule erworben. Baurat Jeblinger vom Erzbischöflichen Bauamt Freiburg entwarf eine Kirche im Neobarockstil mit einem 65 Meter hohen Turm und einer Gesamtlänge von 68 Metern. Diese Kirche wäre ohne jeden Zweifel eine Bereicherung des Stadtbildes geworden. Doch wegen des Ersten Weltkrieges konnten die Pläne nicht ausgeführt werden. Weil die Volksschule in den Kriegsjahren ein Lazarett war, beschloss Baurat Hitzel eine Notkirche zu bauen, die 1915/16 auf dem Gelände, wo sich heute das Telekomhochhaus befindet, errichtet wurde. Die Notkirche wurde 1936 abgebaut und zum Bau der Susokirche wieder verwendet. Wegen der Inflation konnte man die Pläne der neobarocken Kirche nicht verwirklichen. Am 24. Mai 1921 wurde die Sankt Gebhardspfarrei gegründet. Im Jahre 1926 wurde das Pfarrhaus im Barockstil gebaut, wie es geplant war. Die Kirche wurde drei Jahre später nach den Plänen von Oberbaurat Graf aus Freiburg gebaut. Anstatt der Neobarockkirche entstand eine einfache, im Stil absolut sachliche und zweckgemäße Kirche. Grundsteinlegung Innerhalb von nur sechs Monaten wurde der Rohbau fertiggestellt und ein Jahr später, am 9. November 1930, konnte Erzbischof Karl Fritz die Kirche weihen.

Die Kirche wurde im Jahre 1961 außen saniert, 1970 innen umgebaut, 1989 innen saniert, und 2000/2001 wurde der Turm saniert. Zum 75-jährigen Jubiläum der Gebhardskirche wurde der Taufbrunnen neu gestaltet, und ein Kirchenführer erstellt.


Ansprechpartner

Seelsorgeeinheit Konstanz - Petershausen
St. Gebhard Platz 12
78467 Konstanz

Telefon: +49 (0) 7531 94 23 700
E-Mail: se-konstanz(at)petershausen.net


Mit freundlicher Genehmigung des Orgelbauvereins
OI-K-6
weiterführende Links

Webseite Konzilsorgel



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