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Die Orgeln der Stiftskirche (Kaiserdom) in Königslutter

Die Orgel
Disposition
Was ist das besondere an dieser Orgel?
Das Positiv im Chorraum

Der Kaiserdom
Eckdaten
Gemeindekreise
Musikalische Angebote
Öffnungszeiten


Die Orgel

Die Domorgel wurde 1892 im von der Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer / Hannover erbaut. Die ursprüngliche Disposition wurde aber aus Kostengründen nicht verwirklicht und um 4 Register verkleinert. Im laufe der Zeit, vorallem durch die Orgelbewegung wurden viele Register verändert, umgestellt oder gar durch andere „zeitgemässe“ ersetzt. Die Domorgel wurde eine Kompromissorgel, die aber den Grundklang eines romantischen Instrumentes nie verleugnete. Die neuen Register haben sich gut integriert, aber eine Elektrifizierung der Trakturvor etwa 20 Jahren hat ihr das konzertante Genick gebrochen.

Die ursprüngliche Traktur Kegellade mit einer Bakermaschiene vertrugen sich nicht. Es ist zwar alles recht zuverlässig, aber durch die grossen Magnete entsteht ein Klappern, das das künstlerische Musizieren stark mindert.

Der Spieltisch steht frei vor dem Orgelprospekt; mit Blick nach Osten, zum Hochaltar. Die Orgel besitzt 4 Werke, die in 1 Pedal- und 3 Manualwerke aufgeteilt sind. Mit 41 klingenden Registern und 2574 Pfeifen, steht in der Stiftskirche ein großes und klangvolles Instrument.


Disposition

Hauptwerk - I Seitenwerk - II Echowerk - III Pedal
Prinzipal 16` Quintade 16´ Geigend Principal 8' Principalbaß 16´
Bordun 16´ Principal 8´ Aeoloine 8´ Violon 16´
Prinzipal 8` Gedackt 8´ Lieblich Gedacht 8´ Quintenbass 10 2/3´
Gamba 8' Principal 4´ Salicional 8´ Octavbaß 8´
Hohlflöte 8´ Rohrflöte 4´ Zartflöte 4´ Octavbaß 4´
Octav 4´ Waldflöte 2´ Octav 2´ Posaune 16´
Gedackt 4´ Nassard 2 2/3´ Cymbel 2-3 f. Mixtur 3f.
Viola 4´ Terz 1 3/5' Subbaß 16´
Quinte 2 2/3´ Siffflöte 1' Flötenbaß 8´
Octav 2´ Scharff 4f. Cello 8´
Cornett 3-4 f. Krummhorn 8´
Mixtur 3-5 f.
Trompete 8´

Nebenzüge:
Manualkoppel II an I
Manualkoppel III an II
Pedalkoppel an Man I
Kalkant
Windablaß

Kollektivtritte:
Forte-Pedal
Piano-Pedal
Tutti
Piano
Schwellwerk zum III. Manual
Crescendo und Decrescendo zum vollen Werk
Was ist das besondere an dieser Orgel?

Die Domorgel wurde 1892 im romantischen Stil erbaut.
Das bedeutet:
Viele grundtönige Register auf 16´-,8´- und 4´-Basis, sind die Hauptbestandteile einer "Romantischen Orgel". Wenige 2´- und 1´- Register, tiefe Mixturen und wenige Zungenstimmen gehören zur Disposition. Man versuchte einen Klang zu erreichen, der dem eines Orchesters gleich kam; eben einen symphonischen Klang Die Vorstellung zu Bachs Zeiten, eine Orgel in unterschiedliche Werke zu teilen war gewichen und man sah die Orgel als Ganzes. Komponisten aus dieser Zeit, wie Dvorák, Liszt, Bruckner und viele mehr, waren die Maßstäbe für den Klang.

Die Musik des Barock und der Klassik gerieten in Vergessenheit. Auf diesem neuen Orgeltyp konnte man sie auch kaum spielen. Es wurden viele berühmte Barockorgeln umgebaut, um diesen Klang zu erreichen. Manchmal so rabiat, das sie nicht mehr zu retten waren. Man entwickelte auch neue Techniken: Elektrik, Pneumatik. Und die Kegellade sei genannt. Vieles hat sich nicht bewährt.

Unsere Orgel stammt aus der Spätromantik, als man sich wieder auf Barockmusik besann. Es finden sich Originalregister, mit denen man auch Bach und andere Komponisten der Barockzeit gut spielen kann. Anfang des 20. Jahrhunderts begann die "Orgelbewegung". Es wurden wieder viele neue Barockorgeln und sogenannte Kompromissorgeln gebaut.

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts blies man zu Sturm auf romantische Orgeln, weil sie oft den Bedürfnissen einzelner Organisten und Kirchengemeinden nicht mehr genügten. Oft war auch die "neue" Technik schon marode. Viele Orgeln wurden verschrottet, stillgelegt und durch neobarocke Orgelbauten ersetzt. Oftmals handelte es sich dabei um sogenannte Standardorgeln, die sich im Klang sehr ähnlich waren. Die Vielfalt der Klänge war oft dahin. Selbst Riesenorgeln, wie z.B. im Braunschweiger Dom, blieben von diesem Schicksal nicht verschont. In Königslutter steht einer der wenigen großen Orgeln aus dieser Zeit.

Sie ist ein zeitgeschichtliches Dokument wie der Kaiserdom selbst und muss unbedingt erhalten bleiben und restauriert werden.


Das Postiv im Chorraum

Im Chorraum des Domes steht zusätzlich noch ein kleines Positiv mit 5 Registern (Gedacktflöte 8´, Rohrflöte 4´, Oktave 2´, Terzett 1 1/3 und Ranquett 16´) und angehängten Pedal. In Planung ist der Anbau eines 16´-Registers nur für das Pedal.


Der Kaiserdom zu Königslutter

Ein besonderes Kleinod romanischer Baukunst
Ganz gleich, von welcherHimmelsrichtung sich der Besucher dem kleinen Städtchen Königslutter nähert - von weitem schon ist jene alte romanische Kirche zu sehen, die allgemein als Wahrzeichen der Elmstadt gilt.

Ob Stiftskirche St. Peter und Paul, ob ehemalige Abteikirche, ob Kaiserdom - dies sind nur verschiedene Namen für ein und dieselbe Kirche. Von diesen ist die Bezeichnung "Kaiserdom" die gebräuchlichste und bekannteste. Sie entspricht wohl auch am ehesten der großen Bedeutung dieses wahrhaft kaiserlichen Bauwerks. 1135 legten Kaiser Lothar von Süpplingenburg und seine Frau Richenza den Grundstein dieser Kirche als Zeichen kaiserlicher Macht, aber auch als Ausdruck mittelalterlicher Frömmigkeit.

Erst der Enkel vollendete das Werk
Kaiser Lothar liegt zusammen mit seiner Frau Richenza und seinem Schwiegersohn Heinrich dem Stolzen im Kaiserdom begraben. Er selbst erlebte die Fertigstellung der von ihm gebauten Kirche nicht mehr. Sie erfolgte erst um 1170 unter seinem Enkel Heinrich dem Löwen. Bis zur Reformation war der Dom die Klosterkirche für die ebenfalls von Kaiser Lothar gegründete Benediktinerabtei. Nach Auflösung des Klosters diente die Kirche der Gemeinde von Oberlutter als Gotteshaus.

Typisch romanischer Baustil
In ihrem Stil entspricht die Kirche einer klassischen romanischen Basilika mit dem Langschiff, den beiden Seitenschiffen, der Vierung, dem Chor und den beiden Seitenapsiden. Allerdings sind die beiden Seitenschiffe im 14. Jahrhundert gotisch eingewölbt worden. Auch die Decke des Hauptschiffes wurde von 1693 bis 1695 neu gewölbt. Besonders sehenswert sind der Chor, die Außenapsis des Chores (im Volksmund Jagdfries genannt), das Löwenportal und der Kreuzgang, dessen nördlicher und westlicher Teil noch erhalten sind. Vor allem der nördliche Teil mit zehn unterschiedlich gestalteten Säulen gehört zu den Besonderheiten im norddeutschen Raum. Der Kreuzgang wurde in den letzten Jahren restauriert und mit Glasfenstern versehen, um dieses Kleinod romanischer Baukunst nicht länger den Schadstoffbelastungen der Luft auszusetzen. Der Ostteil der Kirche und der nördliche Teil des Kreuzganges wurden von Steinmetzen aus Oberitalien gestaltet - mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Schule des berühmten Baumeisters Nikolaus von Verona. Das Kaisergrab wurde 1708 unter Abt Fabricius erneuert. Die zerstörten gotischen Grabfiguren bildete ein Helmstedter Steinmetz in Marmor und Alabaster in barocker Form nach. Die alten Figuren liegen heute im Westwerk unter der Orgel.


Architektonische und restauratorische Eckdaten

1135 Grundsteinlegung durch Kaiser Lothar von Süpplingenburg

um 1170
Fertigstellung unter seinem Enkel Heinrich dem Löwen

um 1470
Ausmalung der Kirche

1694/95
Instandsetzungen nach Einsturz der Mitteldecke

1835
Innenraum zur 700-Jahr-Feier restauriert

1890-94
Gesamtausmalung nach Programm von August von Essenwein durch Adolf Quensen

1953-56
Reduktion der Malereien an den Wänden und Stützen des Langhauses.Beseitigung der Polychromie an Kanzel und Empore

1974/78
Mauerwerkssicherung durch Verpressen (Injektionen von Beton)

1975
Vorlage eines Restaurierungskonzepts durch die Denkmalpflege. Ziel: Restaurierung und weitgehende Wiederherstellung der Ausmalung des 19. Jahrhunderts. Verstärkung der einheitlichen Wirkung der Ausmalung des Innenraums. Verbesserung der Beheizbarkeit. Schaffung eines gottesdienstlichen Bereichs vor dem ehem. Laienaltar (ohne tiedere Eingriffe in die bestehende Ausstattung).

1995-96
Erforschung der Schadensursachen und Erarbeitung einer effizienten Arbeitssystematik in einem interdisziplinären, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, dem Braunschweiger Kloster- und Studienfonde finanzierten Modellvorhaben unter Federführung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege.

1994-98 Musterrestaurierungen an Apsis, nördlichem Querhaus nd Jagdfries

1998 Proberestaurierung von Malereiflächen Apsis, nördl. Querhaus und Westwerk

1999-2001 Projekt "Raphael": Digitale Erfassung, Bauphysik, Restauratorische Untersuchungen, Dokumentationen, Musterachsen


Übersicht über die Gemeindekreise

Folgende Gemeindekreise laden herzlich zur Teilnahme und Engagement ein:

Frauenhilfe An jedem 1. Mittwoch im Monat um 15 Uhr
Seniorenkreis An jedem 3. Mittwoch im Monat um 15 Uhr
Männerkreis An jedem 1. Dienstag im Monat um 19 Uhr
Kindergottesdienst-Helferkreis An jedem Freitag um 17.45 Uhr
Eltern-Kind-Gruppen An jedem Montag und Dienstag von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Musikalische Angebote

Blockflötengruppen:

Flötenanfänger Montag und Mittwoch 14.15 Uhr
Flötenorchester Mittwoch 15.00 Uhr
Flötenensemble Donnerstag 18.00 Uhr

Chöre:

Domchor Montag 19.30 Uhr
"Young Singers" Montag 18.00 Uhr
Kinderchor Montag 16.00 Uhr
"Praisentation" Mittwoch 18.30 Uhr

Posaunenchor Königslutter:

Hauptchor Donnerstag 19.30 Uhr

Interessierten wird Einzelunterricht nach Terminabsprache erteilt. Instrumente können zum Teil gestellt werden. Das Mindestalter beträgt 9 Jahre.

Informationen beim Leiter der Gruppen:
Andreas Schultz
eMail: a.schultz(at)domkantor.de


Öffnungszeiten des Kaiserdoms

täglich
April bis Oktober: 9.00 - 18.00 Uhr
November bis März: 9.00 - 17.00 Uhr

Auf Wunsch bieten wir auch Domführungen an:
Anmeldung und Informationen im Pfarramt: (0 53 53) 22 47


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
OI-K-2
weiterführende Links

Webseite Kaiserdom Königslutter



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