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Die Orgel in St. Salvator Kelbra (Tilleda)
Papenius Orgel Tilleda
Zur Geschichte der Orgel
Disposition


Zur Geschichte der Orgel

Nachdem die im Kern romanische Kirche St. Salvator in Tilleda bei einem Großfeuer um 1710 schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, wurde sie grundlegend saniert und barock überformt. Möglich wurden diese Arbeiten, weil der Obrist Christoph Friedrich von Ziegenhorn (geb. 3.8.1661 in Kelbra, gest. 2.3. 1724 in Tilleda) der Kirche einen neuen Altar und eine neue Orgel schenkte. Für die Orgelarbeiten wurde der bekannte Orgelbauer Johann Georg Papenius engagiert, der die Orgel im Jahr 1713 als mechanische Schleifladenorgel erbaute.

In den Akten der Kirchengemeinde wird erstmals 1820 von einer Reparatur der Orgel berichtet, mit der der Orgelbauer Scheidler beauftragt wurde. Er erneuerte die Keilbälge, die früher hinter der Orgel standen, und platzierte sie auf der darunter liegenden Empore, wo sie sich bis heute befinden. Neu eingesetzt wurden die beiden Pedalladen mit Violon 16', die Tontraktur und Teile der Registertraktur wurden verändert.
Eine Reinigung der Orgel und verschiedene Reparaturen wurden dann 1912 durch die Söhne von Julius Strobel durchgeführt. Zu Kriegszwecken baute man 1917 dann die Prospektpfeiffen aus (Principal 4' im Hauptwerk und Principal 2' im Nebenwerk). 1954 erhielt der Orgelbaumeister Kirchner den Auftrag zur Reparatur und Erneuerung der Prospektpfeifen.

Die Papenius-Orgel in Tilleda war bis ungefähr 1980 spielbar. Mitte der neunziger Jahre entstand der Wunsch, diese im Grundsatz noch originale Barockorgel grundlegend zu sanieren. Nach längeren Finanzierungsbemühungen konnte der Orgelbauer Jörg Dutschke 1997/1998 eine grundlegende Restaurierung mit dem Ziel beginnen, die Orgel in Anlehnung an die ursprüngliche Konzeption von Papenius wieder herzustellen. Im Juni 1998 konnte die Orgel wieder feierlich eingeweiht werden.

Folgende Arbeiten wurden durchgeführt:

  • Restauration der Manual- und Pedalwindladen
  • Rückführung der Wellenbrettachsungen auf Holzlager, mit Beibehaltung der originalen Wellenhalter und Ärmchen
  • Restauration der gesamten Tontraktur
  • Rückführung der Maunalklaviaturen auf Tastenumfang C, D-c3
  • Restauration und Rekonstruktion der Registertraktur
  • Restauration und Rekonstruktion des vorderen Gehäuseteils
  • Restauration der beiden Bälge mit Tretanlage
  • Restauration und Anlängung des gesamten originalen Pfeifenwerks mit Violon 16'
  • Rekonstruktion der Register aus dem Hauptwerk, Prinzipal 4' und die Töne C-A aus der Gambe 8
  • Rekonstruktion der Register aus dem Seitenwerk, Gedackt 8' c0-c3, Waldflöte 2', Sesquialtera 2f, Superoktave 1'
  • Rekonstruktion der Pedalklaviatur, des Pedalstecherbalkens und der Bank (nach Vorlage der Papenius-Orgel in Belzig
  • Neubau eines großen Teils der Kanalanlage und des Balggestells
  • Neubau von zwei Termulanten, von gangbrettern und Pfeifenanhängeleisten
  • Einbau eines elektrischen Gebläses im Schutzkasten

Disposition

Hauptwerk Seitenpositiv Pedal
Gedackt 8' Gedackt 8' Subbaß 16'
Viola di Gambe 8' Kleingedackt 4' Violon 16'
Quintatön 8' Octava 2' Oktavbaß 8'
Principal 4' Waldflöte 2' Posaune 16'
Quinta 3' Octave 1'  
Oktave 2' Sesquialtera 2'  
Quinta 1 1/2' Tremulant  
Mixtur 3f.    

Text/Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Evangelisches Kirchspiels Rossla-Tilleda
OI-S-87
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Webseite Kirchspiel Rossla-Tilleda



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