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Die Orgel der Kreuzkirche in Herne

Geschichte
Disposition


Geschichte der Orgel

Zur Zeit ihrer Erbauung im Jahr 1877 war die Orgel der Kreuzkirche ein Instrument, das in der Tradition der deutschen Romantik stand.
In diesem Geist wurde die von der Firma Johann Friedrich Schulze & Söhne gefertigte Orgel im Jahr 1902 durch die weltweit berühmte Orgelbaufirma Walcker aus Ludwigsburg erweitert.
Weitere Umbauten der Orgel in den Jahren 1954 und 1979 folgten. Die Orgel der Kreuzkirche ist heute eines der historisch wertvollsten Instrumente der Stadt Herne.

In den vergangenen Jahren war der Zustand der Orgel sehr beklagenswert. Die Mechanik der Orgel musste nach dreißig Jahren nachreguliert werden. Zudem war das Instrument dermaßen stark verschmutzt - gerade auch nach der Kirchenrenovierung - dass es nicht mehr stimmbar war. Einige Register konnten nicht mehr benutzt werden. Eine Generalüberholung war deshalb dringend notwendig. Zugleich sollte der historische Pfeifenbestand des Instrumentes wieder mehr gewürdigt werden, weshalb auch eine Reorganisation der Orgel und damit ein teilweiser Rückbau der Umbauten von 1954 und 1979 angestrebt wurde. Ein erheblicher Teil der Register der Orgelbauer Schulze und Walcker soll in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt werden.

In den 1950er und den 1970er Jahren wurden Pfeifen – die nach damaliger Auffassung überflüssig waren – verschenkt und verkauft. Einige Gemeindeglieder sind nun der Aufforderung nachgekommen, diese Pfeifen wieder zurückzubringen. Ein Großteil dieses verloren geglaubten Pfeifenmaterials konnte nun wieder in die Orgel eingebaut werden (insbesondere Pfeifen der ursprünglichen Hauptwerksregister Trompete 8' und Gambe 8' von Walcker aus dem Jahr 1902). Dies führt allerdings dazu, dass die ursprüngliche Dispositionsplanung (glücklicherweise) nun an zwei Stellen korrigiert werden musste, weil die Berücksichtigung des Einbaues der historischen Substanz für das Presbyterium hohe Priorität besitzt.

Bisher stand der Winderzeuger im Turmraum hinter der Orgel. Der alte Aufstellungsort war deshalb ungünstig, weil der Motor die Luft nicht aus dem Inneren der Kirche, sondern aus dem Turmraum ansog, was insbesondere im Winter dazu führte, dass die Temperaturunterschiede, sowie die unterschiedlich hohe Luftfeuchtigkeit der kalten Turmluft und der geheizten Kirchenluft, Windladen sowie Pfeifenmaterial stark strapazierten. Dieses Problem besteht zukünftig nicht mehr, da der neue Winderzeuger (Orgelmotor) nun im hinteren Teil des Hauptgehäuseres steht.


Disposition
nach der Restaurierung 2010

I. Manual
Rückpositiv (C-g3)
II. Manual
Hauptwerk (C-g3)
III. Manual
Schwellwerk (C-g3)
Pedalwerk
(C-f1)
Gemshorn 8'

Bordun 16'

Liebl. Gedackt 16'

Prinzipal 16'

Liebl. Gedackt 8' Prinzipal 8' Geigenprinzipal 8' Subbaß 16'
Prinzipal 4' Hohlflöte 8' Salicional 8' Oktavbaß 8'
Gedackt 4' Gambe 8' Voix céleste 8' Violoncello 8'
Oktave 2' Oktave 4' Oktave 4' Gedacktbass 8'
Flöte 2' Rohrflöte 4' Fluite harmonique 4' Choralbaß 4'
Sesquialter II Quinte 2 2/3 Viola 4' Posaune 16'
Quinte 1 1/3 Oktave 2' Harmonia aetheria III Trompete 8'
Zimbel II 1' Mixtur IV 2' Oboe 8' Clarion 4'
Dulzian 8' Trompete 8' Tremulant
Tremulant

2 Manualkoppeln
3 Pedalkoppeln

Informationen zur Restaurierung der Orgel (externer Link)


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde (Björn Pfadenhauer)
OI-H-13
weiterführende Links

Webseite Kreuzkirche Herne



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