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Die Orgel in St. Andreas Haltern (Hullern)

Zur Geschichte der Hullerner Orgeln
Die erste Hullerner Orgel von 1911
Der Orgelneubau im Jahre 1979

Die Geschichte der Gemeinde
Die Innenausstattung / Kunstgegenstände
Die Pfarrgemeinschaft
Kontakt


Die erste Hullerner Orgel von 1911

Im Jahre 1911 schaffte die Kirchengemeinde St. Andreas ihre erste Orgel an. In einem Möbelwagen wurden die Einzelteile von der 1836 gegründeten Orgelbauanstalt Franz Breil aus Dorsten angeliefert und in mehrwöchiger Arbeit in der Pfarrkirche zusammengebaut. Die Kosten für den Bau der Orgel betrugen damals immerhin 6388 Mark. Sie umfasste insgesamt 16 Register und hatte zwei Manuale mit je 54 Tasten und ein Pedal mit 27 Tasten. An den Namen der Register kann man deutlich erkennen, dass diese erste Hullerner Orgel noch vom Stilideal der romantischen Orchesterorgel geprägt war, das bereits im 19. Jahrhundert entstand, als Orgelbauer versuchten, die Ausdrucksmittel des Sinfonieorchesters (Klangfarbe und Dynamik) auf die Orgel zu übertragen. Sie bauten statt der hohen barocken Register nun solche ein, die den Klang von Orchesterinstrumenten nachahmten. Man gab damals das barocke Werkprinzip mit charakteristischem Klang der Teilwerke (Haupt-, Ober-, Pedalwerk) auf und entwarf teilweise riesige Orgeln, die sich nur durch eine Lautstärkeabstufung unterschieden: 1. Manual = forte (laut), II. Manual = mezzo forte (mittel), III. Manual = piano (leise). Durch neue technische Möglichkeiten (Röhren- und Elektropneumatik) wurden die (bis dahin rein mechanischen) Orgeln leichtgängiger. Fabrikmäßige Herstellungsverfahren (Fabrikorgel) ermöglichten es, Orgeln nun auch wesentlich billiger zu bauen. Dies ging teilweise auf Kosten der Qualität, zumal wenn minderwertige Materialien verwendet wurden.

Die Disposition (Anordnung der Register) der Breil-Orgel lautete:

Manual I Manual II Pedal
Principal 8' Geigenprincipal 8' Violon 16'
Bordun 16' liebliche Gedackt 8' Subbass 16'
Viola da Gamba 8' Aeoline 8' Violoncello 8'
Flauto major 8' Vox coelestis 8'
Salicional8' Traversflöte 4'
Oktave 4'
Flauto dolco 4'
Cornetmixtur 3-4 fach

Koppeln:
I/P, II/P, Superoktav (im Manual I), Suboktavkoppel (Manual II/I)

Wenn auch die meisten Pfeifen der alten Breil-Orgel aus Holz oder aus einer Zinnlegierung bestanden, so waren bei einigen - vermutlich aus Kostengründen - die tiefen Lagen jedoch aus Zink gefertigt. Dies war zum Beispiel bei den Prospektpfeifen von Principal 8' und den tiefen Pfeifen von Aeoline 8', Violon 16' und Violoncello 8' der Fall. Zink gilt im Orgelbau als minderwertiges Material, da es nicht so gute Klangeigenschaften besitzt und auch seine Haltbarkeit wesentlich geringer ist als die von Zinnlegierungen. Hierin dürfte wohl eine der Ursachen für den späteren notwendig gewordenen Orgelneubau im Jahre 1979 gelegen haben.

Das Magazingebläse der alten Orgel stellte hingegen für die damalige Zeit ein neues vorzügliches System" dar, obwohl der Schöpfbalg noch mit dem Fuß getreten werden musste. Die Traktur war pneumatisch: Die Tasten ließen, vereinfacht gesagt, Luft in darunterliegende dünne Bleirohre fließen, wodurch am Ende dann durch Aufblasen eines kleinen Balges kegelförmige Ventile hochgedrückt wurden und so wiederum Luft für die Pfeifen freigaben.

Der Vorteil des pneumatischen Systems bestand, neben seiner Leichtgängigkeit, in der Ermöglichung von Spielhilfen für den Organisten, mit denen man unter anderem Klänge vorprogrammieren konnte. So besaß die Breil-Orgel eine Freie Kombination, vier Feste Kombinationen (piano, mezzo forte, forte, fortissimo) und eine automatische Pedalumschaltung, welche die Pedallautstärke beim Übergang auf das zweite Manual selbständig verminderte. Zudem hatte man die Möglichkeit, verschiedene Koppeln zu ziehen. Neben den normalen Koppeln gab es eine Suboktavkoppel und sogar eine Superoktavkoppel: Beim Spielen eines Tones erklang automatisch zusätzlich der eine Oktave tiefere bzw. höhere Ton. Dies täuschte eine größere Zahl von Registern vor. Auch konnte man beim pneumatischen System den Spieltisch frei aufstellen, so dass der Organist nicht zum Rücken der Gemeinde sitzen musste, wie bei der mechanischen Orgel, bei welcher der Weg von der Taste zum Ventil kurz sein muss.

Dafür besaß dieses System allerdings auch gravierende Nachteile: Die pneumatische Übertragung von den Tasten zu den Pfeifen war sehr träge, hierdurch erklang der Ton etwas später, als die Taste angeschlagen wurde. Entsprechend konnte der Organist das Spiel und die Artikulation nur schwer kontrollieren, und vor allem war die Haltbarkeit des Systems sehr begrenzt.

Bereits 1951 mussten größere Reparaturen an der Orgel durch die Firma Breil erfolgen. Vermutlich erhielt die Orgel hierbei auch erst ein elektrisches Gebläse. Gleichzeitig wurde die Orgelbühne durch August Kuhlmann erweitert. Die Kosten für die Reparaturen und Erweiterungsmaßnahmen betrugen 7.500 DM: Wegen Geldmangels bezahlte man diese Summe in zwei Raten. Außerdem hatten die landwirtschaftlichen Betriebe vorgeschlagen, einen „Orgelpfennig“ auf jeden Liter Milch zu erheben, um die Finanzierung sicherzustellen. Bald stellten sich jedoch wieder größere Störungen ein, wie Hängenbleiben von Tönen, Aussetzer oder unvermittelte Pfeifentöne. Da Zink ermüdet, litt auch der Klang der Pfeifen mit den Jahren erheblich.


Der Orgelneubau im Jahre 1979

Schon ab 1930 hatte man die Nachteile von Röhren- und Elektropneumatik erkannt und sich in der sogenannten "Orgelbewegung" auf Bewährtes zurückbesonnen. Persönlichkeiten, wie der berühmte Albert Schweitzer, setzten sich dafür ein, Orgeln nach dem barocken Werkprinzip mit mechanischer Traktur zu bauen. Auch wenn man heutzutage aus klanglichen Gründen romantische Register zum Teil wieder in den Orgelbau aufnimmt, hält man doch am Werkprinzip und an der mechanischen Traktur fest. (Die letzte Orgel mit pneumatischem System in der näheren Umgebung war übrigens die Orgel in Lavesum, die 1996 durch einen Neubau ersetzt werden musste.)

Aufgrund der geschilderten geringen Haltbarkeit und Störanfälligkeit wegen wurden dann auch in Hullern ab 1976 Überlegungen angestellt, die alte Orgel durch einen Neubau zu ersetzen. Erste Pläne, die alte Orgel zu restaurieren und im Chor zusätzlich eine kleine Kammerorgel aufzustellen, wurden - sicher nicht zuletzt aus Kostengründen - bald wieder aufgegeben. Doch setzten sich der damalige Pfarrer Bayard und der erst sechszehnjährige Organist Markus Brenk aus Ahsen sehr für das Neubauprojekt ein. Sie besuchten Orgeln in der näheren und weiteren Umgebung. Hierbei kamen sie auch in die Pfarrei Heilig Geist in Geldern, die eine neue Orgel der Firma Hermann Eule Orgelbau aus Bautzen (Sachsen, ehemalige DDR) besaß. Da diese Orgel sowohl klanglich, als auch vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugte, entschloss man sich bald, auch in Hullern eine Eule-Orgel anzuschaffen.

Markus Brenk entwarf zusammen mit dem damaligen Münsteraner Domorganisten und Orgelsachverständigen Heinrich Stockhorst die Disposition der Orgel, die zunächst nur 14 klingende Register erhalten sollte. Nach weiteren Verhandlungen erreichten Bayard und Brenk schließlich, dass eine Orgel mit 17 Registern und einem Schwellwerk genehmigt wurde. Man entschloss sich zeitgemäß zu einem mechanischen System und einem Werkaufbau mit Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal. Die Übertragung von den Tasten zu den Ventilen erfolgt rein mechanisch über Abstrakten (dünne Holzlatten), Züge, Wellen und Winkel. Diese rein mechanische Übertragung von der Taste zum Spielventil ermöglicht vor allem ein viel musikalischeres Spiel, da der Organist den Anschlag und die Artikulation direkt "im Griff hat" und entsprechend gut kontrollieren kann. Zudem hat das mechanische System - bei regelmäßiger Wartung, Reinigung und Pflege - eine wesentlich längere Haltbarkeit als andere Systeme. Im Gegensatz zur alten Orgel bekam die neue Orgel auch ein Gehäuse aus Holz, wodurch die Klangabstrahlung (Resonanzkörper) wesentlich besser ist, als bei frei aufgestellten Pfeifen. Das Gehäuse ist in furnierter Eiche ausgeführt.

Die Orgel besitzt 17 Register, je 1 Tremulant und 3 Koppeln auf zwei Manualen (mit je 54 Tasten) und einem Pedal (mit 30 Tasten). Die einzelnen Register sind über Züge (Manubrien) zu ziehen.

Die Pfeifen des zweiten Manuals (Schwellwerk) sind hinter einer Art Jalousie aufgestellt, die über einen Schwelltritt geöffnet bzw. geschlossen werden kann, so dass dem Spieler ein Regulieren der Lautstärke möglich ist. Eine Besonderheit ist, dass der Schweller sowohl über einen Fußtritt als auch über einen Handhebel zu bedienen ist.

Die Disposition der Eule-Orgel umfasst folgende Register:

Manual I HW Manual II SW Pedal
Principal 8' Gedackt 8' Subbass 16'
Rohrflöte 8' Blockflöte 4' Oktavbass 8'
Oktave 4' Oktave 2' Piffaro 2-fach
Gedacktflöte 4' Quintflöte 1 1/3' Fagott 16'
Waldflöte 2' Zimbel 3-fach
Sesquialter 2- fach Rohrschalmei 8'
Mixtur 4- fach

Koppeln: II/I, I/P, II/P

Die Aufbauarbeiten für die neue Orgel dauerten etwa drei Monate. Aus der alten Orgel übernahm man nur noch die Pfeifen des Subbasses, da die übrigen Pfeifen entweder aus minderwertigem Zink bestanden oder von der Intonation und Mensur (Maß) unbrauchbar erschienen. Die unbrauchbaren Pfeifen wurden später zur Finanzierung der Orgel auf einem Pfarrfest verkauft. Doch wurde der Neubau vor allem auch durch Spenden der Hullerner Bevölkerung ermöglicht. So erklärten sich damals viele Familien bereit, einen Spendenbeitrag durch monatlichen Dauerauftrag, beginnend ab 10 DM zu leisten. Nach Abschluss der Aufbauarbeiten und der Intonation durch Mitarbeiter der Firma Eule erfolgte am 16.09.1979 in einem feierlichen Hochamt mit Heinrich Stockhorst als Organist die Einweihung der Orgel, und nachmittags zeigte Markus Brenk die Klangmöglichkeiten des Instrumentes in einem Orgelkonzert auf.

Mit dem klanglich schönen Instrument begann eine Konzert-Tradition in der Hullerner St. Andreas-Kirche, die bis heute andauern sollte.

Über 30 Jahre funktionierte die Eule-Orgel nunmehr störungsfrei; eine routinemäßige Reinigung erfolgte im Jahre 1997. Jedoch machten sich besonders in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch wiederholte Renovierungsarbeiten in der Kirche - eine starke Verschmutzung bei den kleineren Pfeifen und durch Feuchtigkeit im Turm Schimmelbefall bemerkbar, so dass die hohen Register nicht mehr gestimmt werden konnten, da sie ansonsten hätten beschädigt werden können und Holzteile gefährdet waren. Auch waren einige Pfeifenfüße der großen Basspfeifen aus Zinn eingesunken und einige Schleifendichtungen undicht geworden. Die Traktur konnte nicht mehr reguliert werden, da Stellmuttern oxydiert waren. Die Erbauerfirma „Eule“, Bautzen, und der Orgelsachverständige des Bistums empfahlen daher eine Generalüberholung.
Durch Benefizkonzerte und großzügige Spenden, konnte die Pfarrgemeinde St. Andreas schließlich die Kosten für die Orgelrenovierung weitgehend aufbringen. In gut dreiwöchiger Arbeit konnte im Januar/Februar 2011 das Orgelbauerteam der Fa. Eule die Orgel generalüberholen, neu intonieren und stimmen. Einige der großen Pedal-Pfeifen im Inneren der Orgel erhielten neue, durch einen Zinkeinsatz verstärkte Füße. Die Traktur wurde ebenfalls neu einreguliert. Das Orgelinnere wurde gesäubert und alle Pfeifen wurden gereinigt und poliert. Nun erstrahlt die Orgel nicht nur wieder in ihrem alten Glanz, sondern überzeugt auch wieder durch ihre sehr gute Klangqualität, die einen individuellen Charakter besitzt. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum langfristigen Erhalt der der wertvollen Orgel geleistet.

Werner Bauer, Organist an St. Andreas Haltern-Hullern

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Die Geschichte der Gemeinde

Seine erste urkundliche Erwähnung erfährt der Ort als "Hulluron" zur Lokalisation einer Hofstelle in einem Urbar der Abtei Werden a. d. Ruhr. Geschrieben ist das im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf aufbewahrte, vermutlich aufStiftungen beruhende Einkünfte-Register von einer Hand des 10./11. Jahrhunderts. 

Die Kirche in Hullern ist als Kapellengründung nach 1268 anzusehen. Für das hohe Alter der Pfarre spricht auch ihr Patronizinium, die spezielle Verehrung des hl. Andreas, Bruder des hl. Petrus. Im Register der Kirchen und Benefizien der Diözese Münster erscheint die Pfarre Hullern erstmals am 11. April 1313.

Da die alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert baufällig wurde, beauftragte der Kirchenvorstand unter dem Vorsitz von Pfarrer Leifert den Architekten Wilhelm Ricklake aus Münster am 15. August 1895 mit der Planung einer neuen Kirche. Es entstand ein imposantes Bauwerk in einer Backsteinarchitektur mit zwei Jochen, einem Querschiff und einem 65 m hohen Westturm. Am 21. September 1897 wurde die Kirche feierlich durch Bischof Hermann Dinkelstät aus Münster eingeweiht.

Hullern ist seit der Kommunalreform vom 01.01.1975 ein Ortsteil der Stadt Haltern und schließt sich mit einer Gesamtfläche von 1624,35 ha östlich an die Stadtmitte an. Zu Hullern zählen ferner die noch vor dem 2. Weltkrieg bzw. bis zur Mitte der 60er Jahre entstandenen Siedlungen Heimingshof und Overrath an der Stever sowie die alte Bauernschaft Stevern, die zum großen Teil der in den Jahren 1973-1985 erbauten Talsperre mit einem Volumen von 11 Mio. m' weichen mußte.

Seit dem 18. September 2011 gehört die St.-Andreas-Kirchengemeinde zur Pfarrei St. Sixtus, die inzwischen die größte Pfarrei im Bistum Münster ist.


Die Innenausstattung und Kunstgegenstände

Das Prunkstück in der Kirche ist der neugotische Hochaltar im Altarraum. Er wurde 1896 von dem Architekten Wilhelm Ricklake entworfen und von seinem Bruder Bernhard erbaut. Die Altarplatte ruht auf Marmorsäulen und ist mit Sandstein untermauert. Der Altaraufsatz besteht aus einer gemalten und geschnitzten Bilderwand. In der Mitte befindet sich der Tabernakel, über ihm der Altarschrein mit dem Kreuz und zwei gerahmten Nischen, in denen plastische Reliefs die Geburt und die Auferstehung Jesu zeigen. Im Gespränge des Hochaltars stehen 13 spätgotische Figuren, die Christus und die Apostel darstellen. Über die Herkunft dieser Figuren ist nichts näheres bekannt. Sie stammen vermutlich aus der Zeit um 1525. In ihren Gewandschemata und ihren Kopftypen sind sie vergleichbar mit den Predellenaposteln des Hochaltars von St. Johann in Osnabrück, die von dem bekannten Meister Evert van Roden geschaffen wurden. In der Gestaltung der Köpfe und der Gewanddrapierung ist eine stilistische Zugehörigkeit zu den berühmte Figuren des Herzfelder Altares zu erkennen.

Die Rückwand des Altarraumes ist mit drei figürlichen farbigen Chorfenstern ausgestaltet. Die Kunstwerke, die ihresgleichen in weiter Umgebung suchen, sind Werke des bekannten Glasmalers Anton von der Forst. Das Mittelfenster zeigt Gott Vater auf einem Wolkenthron, umgeben von der Mandorla und Engeln sowie von den Symbolen der vier Evangelisten. Das Bild auf der Epistelseite (rechts) zeigt den auferstandenen Christus umgeben von einer strahlenförmigen Mandorla. Über ihm ist die Hand Gottes zu sehen, rechts und links die Apostel und die Gottesmutter. Das Fenster auf der Evangelienseite (links) stellt das Pfingstfest dar. Auf einem Thron sitzt die Gottesmutter umgeben von den versammelten Aposteln. Über ihr in einem Kreis der herabkommende hl. Geist, der auch durch Flammen auf den Köpfen der Apostel dargestellt wird.

Der Altarraum ist links und rechts mit einem Chorgestühl ausgeschmückt. Der reichlich geschnitzte Altar wurde 1985 aus der ehemaligen Kommunionbank (eine Stiftung der Fam. Vinnemann) gefertigt. Aus den restlichen Teilen und Kopfstücken entstand 1990 ein Ambo, der sich mit dem Altar harmonisch in den Stil der Kirche einfügt. An der linken Säule des Altarraumes steht auf einem Sockel eine geschnitzte Statue des hl. Andreas. Die Figur aus 300-jähriger Eiche wurde von dem Künstler H. G. Bücker aus Vellern geschnitzt und am 30. November 1986 feierlich eingeweiht. Auf der gegenüberliegenden Säule steht eine geschnitzte Marienfigur aus der Zeit um 1900, die 1986 von H. G. Bücker restauriert wurde.

Im Querschiff befinden sich rechts und links je ein Gemälde (Öl auf Holz). Die sehr wertvollen Gemäldetafeln sind ein Werk des Meisters von Cappenberg, Jan Baegert, aus dem frühen 16. Jahrhundert. Das Bild im rechten Querschiff zeigt die Geißelung Christi und die Handwaschung des Pilatus, das andere die Geburt Jesu. Die rechte Wand des Querschiffs wird von einer Kreuzigungsgruppe aus dem 17. Jahrhundert geschmückt (Leihgabe der Fam. Hagemann). Im linken Teil des Querschiffs steht ein Beichtstuhl aus Eichenholz. Eine qualitätvolle, neugotische Ausführung mit Maßwerkdurchbrüchen und Verzierungen. Im Mittelgang der Kirche befindet sich das Taufbecken aus Sandstein mit eingearbeiteten Ornamenten und einem kunstvoll gearbeiteten Messingdeckel.

An der Vierungsecke im Kirchenschiff steht auf einem geschwungen Holzfuß der Kanzelkorb aus Eichenholz mit neugotischen Maßwerknischen, in denen die 4 Evangelisten dargestellt sind. Über dem Kanzelkorb hängt ein Schalldeckel, der mit Maßwerkornamenten und Fialen sowie der Darstellung des hl. Geistes verschönt ist. Die Kanzel ist wie der Beichtstuhl eine Arbeit der Firma Joseph Kuhlmann aus Hullern aus der Zeit um 1900. Links und rechts an den Wänden zieren ein Kreuzweg aus 14 Einzelbildern das Kirchenschiff. Sie sind mit einem Gemisch von Sand und Ölfarbe auf Kupferplatten gemalt und in stilvollen Eichenrahmen eingefaßt.

Weitere Kunst- und Kulturgegenstände in der Kirche sind ein Kruzifix aus Eichenholz (von Experten um 1440 / 1450 veranschlagt), alte Meßgewänder (sog. Kapellen) aus dem Jahre 1804, Meßbücher aus den Jahren 1820 – 1890, eine Monstranz von 1925 und ein alter Kronleuchter von 1900.

Die Kirche St. Andreas Hullern ist eine der wenigen Kirchen, deren alte Ausstattung noch weitgehend erhalten ist. Sie verleiht dem Raumeindruck eine harmonische Geschlossenheit. Kirche und Ausstattung bilden eine künstlerische Einheit.


Kontakt

Kontaktbüro St. Andreas
Frau Andreas Grothuesmann

Tel.: 02364/3883 
Fax.:02364/169658 

oder
Pastoralbüro St. Sixtus
Gildenstraße 22
45721 Haltern am See

Tel.: 02364/9236-0
Mail: info@st-sixtus.de

Weitere Informationen zur Gemeinde finden Sie auf der Webseite http://www.st-sixtus.de
Die Besichtigung der Kirche unter fachkundiger Führung ist für Gruppen nach Anmeldung möglich. 


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde (Werner Bauer)
OI-H-30
weiterführende Links

Webseite Pfarrei St. Sixtus



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