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Die Orgel der Moritzkirche in Halle a.d. Saale

Geschichte der Orgel
Disposition


Die Geschichte der Orgel

Die Orgel der Moritzkirche wurde 1925 als Opus 1307 von der Werkstatt Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) erbaut und stellt ein bedeutendes Denkmal spätromantischen Orgelbaus dar.

Schon zu ihrer Einweihung durch den damaligen Thomaskantor Günther Ramin galt das Instrument als Meilenstein in der Orgellandschaft Mitteldeutschlands. Neben dem Einsatz des Instruments in den Gottesdiensten fand eine rege konzertante Nutzung statt.

Dass die Orgel von der Anlage her durchaus auch als Konzertinstrument vorgesehen war, davon zeugen beispielsweise die opulente Ausstattung mit Spielhilfen und der Ausbau der Manualklaviaturen auf fünf ganze Oktaven, was damals als revolutionär galt. Der Ruf der Orgel hallte weit über die Stadtgrenzen hinaus, sodass es nicht schwer war, bedeutende Organisten nach Halle zu verpflichten.

Einschneidende Veränderungen an der Orgel gab es im Jahr 1945: bestehendes Pfeifenmaterial wurde den damaligen Vorstellungen angepasst und der originale Klang der Sauer-Orgel wurde durch die Umwandlung einzelner Register verändert. In der Folgezeit wurde das Instrument immer stärker vernachlässigt, da spätromantische Orgelwerke nicht mehr dem Zeitgeschmack entsprachen. Dennoch haben sich immer wieder Menschen gefunden, die sich für das Instrument eingesetzt haben.

Heute hat man den unschätzbaren und einzigartigen Wert des Instruments wieder erkannt. Nachdem die Orgel 20 Jahre unspielbar war, wurde sie ab 1999 in Teilen wieder spielbar gemacht.

Mit der Gründung des Fördervereins Sauer-Orgel Moritzkirche Halle (Saale) e.V. im Jahr 2005 wurden zusammen mit der Pfarrgemeinde St. Mauritius und St. Elisabeth zahlreiche Anstrengungen unternommen, die finanziellen Mittel für eine vollständige Restaurierung der Orgel aufzubringen und in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Instruments wachzuhalten.

Mit der Unterzeichnung des Vertrags zur vollständigen Restaurierung der Sauer-Orgel im September 2009 konnte ein lange gehegter Wunsch verwirklicht werden: Nach vielen Jahren engagierter Arbeit und mit Hilfe zahlreicher Spender und Sponsoren konnte die Sauer-Orgel durch die Orgelbaufirma Reinhard Hüfken aus Halberstadt restauriert werden.

So erstrahlt sie anlässlich der 600-Jahr-Feier der Moritzkirche im Jahre 2011 erstmals wieder in vollem Glanz und begeistert Organisten und Zuhörer gleichermaßen.

Tobias Geuther

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Disposition
erbaut 1925 durch Wilhelm Sauer (opus 1307)
restauriert 2011 durch Orgelbau Huefken

I. Manual C-c4 II. Manual C-c4 (Schwellwerk) III. Manual C-c4 (Schwellwerk) * Pedal C-g1
Bratsche 16' Oboe 8' Terz 1 3/5' Posaune 16'

Oktav 4'

Piccolo 2'

Zartquinte 2 2/3'

Cello 8'
Bourdon 16' Gambetta 4'

Flageolett 2'

Kontrabass 16'

Rohrflöte 4' Nachthorn 16'

Gedackt 8'

Principalbass 16'

Gambe 8' Querpfeife 4'

Lieblich Gedeckt 16'

Violon 16'

Doppelflöte 8' Konzertflöte 8'

Flauto dolce 4'

Bassflöte 8'

Gemshorn 8' Quintatön 8'

Traversflöte 8'

Subbass 16'

Dulciana 8'

Viola 8' Vox coelestis 8'

Zartbass 16'

Principal 8'

Flötenprincipal 8'

Aeoline 8'

Flötbass 4'

Prästant 2'

Sesquialtera 2 2/3' 1 3/5'

Salicional 8'

Oktavbass 8'

Quinte 5 1/3'

Fagott 16'

Geigenprincipal 8'

Rauschpfeife 4 f.

Krumbhorn 8'

Scharf 6 f.

Fugara 4'

Rankett 32'

Trompete 8'

Progressiv 3-4 f.

Vox humana 8'

Singend Cornett 2'

Tuba 8' (Hochdruckstimme)

Schwiegel 1'

Horn 8'

Clairon 4'

Gross Cornett 3-8 f.

Grob Gedackt 8'

Mixtur 3-4 fach

Tromba 8'

Cymbel 4 fach

Geigend Regal 4'

- Tremulant -

Hintersatz 3-5 f.

- Tremulant -


Die Reihenfolge der Register entspricht der Anordnung am Spieltisch
* Pfeifenwerk ausgebaut bis c5

Crescendowalze mit Anzeige, Schwelltritt II, Schwelltritt III

Koppeln:
III/II, III/I, II/I, I/Ped., II/Ped., III/Ped., Ped./II, Sub III, Super III, Sub III/II, Super III/II, Sub III/I, Super III/I

Spielhilfen:
zwei freie Kombinationen
acht feste Kombinationen: P, MF, F, FF, Flötenchor, Streicherchor, Bläserchor, Tutti
Walze "ab", Zungen "ab", Handregister "ab", Koppeln aus der Walze, Handregister zu Kombinationen
19 Ausschaltungen für Koppeln und Zungenregister

pneumatische Ton- und Registertraktur, Windladensystem: Taschenlade


Mit freundlicher Genehmigung des Förderverein SAUER-Orgel Moritzkirche Halle (Saale) e.V.
Fotos: behnelux.de
OI-H-39
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