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Die Orgel der Neuapostolischen Kirche Filderstadt-Bonlanden

Daten und Disposition
Konzeption


Daten und Disposition

Erbauer: Freiburger Orgelbau Späth (March-Hugstetten), 2009
Einweihung: 14.6.2009 -- Abnahme: 14.6.2009
erstes Konzert: 25.7.2009

Manual I

Manual II

Pedal
Prinzipal 8' WS Gedacktflöte 8' Subbaß 16'
Gedacktflöte 8' WS Gambe 8' Oktavbaß 8' (Ff.)
Gambe 8' WS Flöte 4'
Oktave 4' WS Nazard 2 2/3'
Flöte 4' WS Flöte 2'
Nazard 2 2/3' WS Terz 1 3/5'

Flöte 2'

WS Basson-Hautbois 8'

Terz 1 3/5'
Mixtur 4f. 2' (VAZ 2’)
Basson-Hautbois 8'

Koppeln: I/P, II/P, II/I
Alle Manualregister außer Prinzipal im Schwellkasten.


Konzeption

Die Orgelnische in der rechten Seitenwand der Kirche wird vollständig durch das vordere Orgelgehäuse abgeschlossen, die Pfeifenfelder sind hoch und schlank angeordnet. Die Windlade im Schwellgehäuse sitzt auf halber Höhe zwischen dem oberen und unteren Prospektfeld. Der Prinzipal steht vollständig im Prospekt, bzw. vor dem Schweller.

Alle Manualregister außer Prinzipal, Oktave und Mixtur stehen auf Wechselschleifen, sie sind daher sowohl auf dem ersten wie dem zweiten Manual spielbar. Die Gedecktflöte ist darüber hinaus zusätzlich mit einem Tripelzug ausgestattet, der es ermöglicht, sie auch auf beiden Manualen gleichzeitig zu spielen. Die Kombinationsmöglichkeiten der Register werden dadurch erheblich gesteigert.

Die Mensuration und Intonation der Register wurde so gewählt, daß ausgehend von barocken Prinzipien dennoch alle Stilepochen gut gespielt werden können. Die Grundstimmen Gedecktflöte, Gamba, dazu noch die Flöte 4’ (Rohrflöte) und Prinzipal bauen aufeinander auf. Der Prinzipal steht klar und singend im Raum. Die Oktave 4’ ergänzt ihn und verschmilzt zu einem runden Klang, der durch die Quinte weiter eingefärbt wird. Der Vorabzug der Mixtur erlaubt ein kleines Plenum. Durch Labiierung und Intonation (angelehnt an Silbermann) ist die Mixtur kernig, aber nicht aufdringlich. Die Gedecktflöte, bis h gedeckt, ist mit leichter Ansprache und dunklem Formanten ein sehr gutes Begleit- wie Soloregister, die Gamba gibt einen durchaus kräftigen Strich dazu. Der Flötenchor erhält eine eigene kleine Krone durch die Flöte 2’ mit klarem Ton. Die Terz ist kräftig und bildet einen klaren Cornett aus, mischt sich aber auch gut zur Mixtur. Basson-Hautbois dient sowohl als Baßfundament (mit Koppel im Pedal) als auch als dezente Zunge im Diskant, dem Plenum gibt es Kraft. Im Pedal wurde durch Verwendung gebrauchter Pfeifen eine Fortführung von Subbaß (C-H gedeckt) in einen offenen Oktavbaß aus Holz möglich.

Insgesamt ist ein farbiges Klangbild entstanden, das durch Farbigkeit und Pracht besticht.


mit freundlicher Genehmigung von Andreas Ostheimer
OI-F-8



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