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Die Orgel im Dom St. Viktor Damme

Geschichte
Disposition

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Geschichte

In der ältesten erhalten gebliebenen Dammer Kirchenrechnung von 1590 wird der früheste Hinweis auf eine Orgel in Damme gegeben, für die Einnahmen aufgeführt werden. Aus dem Jahr 1622 ist eine Kalkantenrechnung erhalten. 1651 heißt es in einem Visitationsprotokoll, die Orgel sei vollständig zerstört.

1677 bauten die Gebrüder Henrich und Johann Adam Reinking (Bielefeld) eine neue Orgel mit 12 Registern auf einem Manual mit angehängtem Pedal und Springladen. Das barocke Orgelgehäuse fertigte Andreis Chyes aus Bielefeld. Diese Orgel war in der Zeit zwischen 1681 und 1685 bei dem Orgelbauer Clauß Herman Lampe (Levern) in Pflege. Im Jahr 1707 renovierte Hinrich Klausing (Herford) die Orgel. 1731/32 führte Johann Adam Berner (Osnabrück) eine Reparatur durch, bei der u. a. Balg und Klaviatur erneuert wurden. 1748/50 baute Heinrich Wilhelm Eckmann (Quakenbrück) ein neues selbständiges Pedalwerk. Weitere Reparaturen sind aus den Jahren 1772 (Eberhard Berner, Osnabrück) und 1793 (Philipp Emmerich, Osnabrück) belegt. 1825 reinigte Friedrich Wilhelm Haupt (Burg bei Bremen) die Orgel; zwei Jahre später ließ er sich für einige Jahre als Orgelbauer in Damme nieder.

Im Jahr 1868 erweiterte der Orgelbauer Johann Bernhard Kröger (Ellenstedt) die bestehende Orgel um ein zweites Manual, ersetzte die Springladen durch Schleifladen, legte vier neue Kastenbälge an und setzte die Orgel in ein neues Gehäuse im gotischen Stil. Die Orgel hatte nun 24 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Die Orgel wurde zunächst in die neue Pfarrkirche 1906 übertragen, 1912/13 allerdings durch einen Neubau von Rudolf Haupt (Osnabrück) mit II+P/29 bei pneumatischen Trakturen ersetzt. Bei einem größeren Umbau wurde das Orgelgehäuse 1959/60 durch Herbert Kruse (Lohne) so aufgeteilt, dass das große Westfenster komplett frei war.

Die heutige Orgel baute die Orgelbaufirma Alfred Führer aus Wilhelmshaven im Jahre 1975. Die Orgel umfasst 40 Register und ein Glockenspiel auf drei Manualen und Pedal. Die Werkgliederung in Hauptwerk, Schwellwerk, Rückpositiv und Pedalwerk ist im Gehäuseaufbau klar wiederzuerkennen, womit das Instrument an die norddeutsche Barocktradition anknüpft. Die Trakturen sind gemischt (Spieltraktur mechanisch, Registertraktur elektrisch). Die Disposition – entworfen von Prof. Günter Berger – bezieht besonders im Schwellwerk französisch-romantische Elemente mit ein, was für Orgelwerke dieser Zeit noch eine Besonderheit war. Die Schnitzarbeiten am Orgelgehäuse stammen vom heimischen Künstler Ferdinand Starmann (Neuenkirchen).

Gabriel Isenberg


Disposition

I. Rückpositiv C – g³ II. Hauptwerk C – g³ III. Schwellwerk C – g³ Pedal C – g³
38 Metallgedackt 8’ 1 Praestant 8’ 24 Bordun 16’ 12 Praestant 16’

39 Quintade 8’

2 Koppelflöte 8’

25 Gemshorn 8’

13 Subbass 16’

40 Praestant 4’

3 Oktave 4’

26 Schwebung 8’

14 Oktave 8'

41 Blockflöte 4’ 4 Spitzflöte 4’ 27 Holzgedackt 8’ 15 Gedackt 8’
42 Waldflöte 2’ 5 Quinte 22/3’ 28 Prinzipal 4’

16 Hohlflöte 4’

43 Quinte 11/3’

6 Oktave 2’

29 Rohrflöte 4’

17 Bauernflöte 2’

44 Sesquialtera 2fach

7 Mixtur 6fach 11/3’

30 Nasat 22/3’

18 Rauschbass 5f. 22/3’
45 Scharff 4fach 1’ 8 Trompete 16’ 31 Prinzipal 2’ 19 Posaune 16'

46 Franz. Krummh. 8’

9 Trompete 8’

32 Terzflöte 13/5’

20 Trompete 4’

47 Tremulant


33 Mixtur 4-6f. 2/3’


10 S–H

34 Bombarde 16’

21 S–P

11 R–H

35 Tromp. harm. 8’

22 H–P

36 Hohe Trompete 4’

23 R–P

37 Tremulant


48 Glockenspiel

Spielhilfen:
Drei freie Kombinationen
Pleno
Auslöser


Quelle: http://www.orgelsammlung.de
Mit freundlicher Genehmigung von Gabriel Isenberg
OI-D-29

Der Dom

Die Kirche in Damme gilt als die Mutterkirche des altsächsischen Gaues Dersi bzw. Dersaburg. Man kann davon ausgehen, dass es schon im 9. Jahrhundert eine Kirche in Damme gegeben hat. Dafür spricht auch das Patrozinium des hl. Viktor.

Als Patronatsfest wird heute der 10. Oktober, das Fest des hl. Viktor von Xanten, gefeiert. Die Abtrennung vom Bistum Osnabrück und Zuweisung zum Bistum Münster erfolgte 1821/24 (päpstliche Bullen) bzw. 1830/31 (Gründung des Offizialates in Vechta). Das ehemals sehr ausgedehnte Kirchspiel wurde seit dem Mittelalter durch Kirchengründungen in den angrenzenden Orten Steinfeld (1187), Neuenkirchen (vor 1221), Holdorf (1827), Osterfeine (1901) und Rüschendorf (1925) auf das heutige Ausmaß beschränkt. Zum heutigen Pfarrsprengel gehören innerhalb der Stadt Damme der eigentliche Ort und die umliegenden Ortschaften Osterdamme, Borringhausen, Südfelde, Reselage, Sierhausen, Rottinghausen, Neuenwalde, Hinnenkamp (nördlicher Teil), Ossenbeck, Bexadde, Holte, Dalinghausen, Bokern und Bergfeine sowie die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Siedlungen Clemens-August-Dorf und Glückauf. Die Pfarrkirche entstand 1904/06 als Vierungskirche im neugotischen Mischstil mit zwei Westtürmen. Ein alter Feldsteinturm aus dem 13. Jahrhundert mit einer barocken Haube lehnt sich an den Kirchbau. Mit 1050 Sitzplätzen gehört St. Viktor zu den größten Kirchenbauten im Offizialatsbezirk.

Ein reichhaltiges und umfassendes Engagement und Liebe für die Mitmenschen prägt das Gemeindeleben in St. Viktor. Besuchen Sie für weitere Informationen die Webseite der Gemeinde unter


Ansprechpartner/Kontakt

Pfarrbüro - Claudia Stach
Kirchplatz 15
49401 Damme

Tel.: 05491 / 90 89 00
Fax: 05491 / 90 89 0 49
E-mail: info(at)st-viktor-damme.de


Orgel Quelle: http://www.orgelsammlung.de
Mit freundlicher Genehmigung von Gabriel Isenberg und der Kirchengemeinde
OI-D-29
weiterführende Links

Webseite Pfarrgemeinde St. Viktor Damme



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