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Die Orgel in St. Peter Bruchsal

Die Orgel
Informationen zur Orgel
Disposition


Die Orgel
(Quelle: http://www.joerg-sieger.de/st_peter/st_peter.htm)

Zur Empore, die von 12 kräftigen Säulen und 6 Pfeilern gestützt wird, führen zwei kunstvoll gewundene Holztreppen, deren Geländer mit Schnitzwerk dekoriert ist. Die Orgel mit ihren Prospektpfeifen, musizierenden Engeln, vergoldeten Rocaillen und gleichsam schwingenden Holzteilen lädt schon durch ihren ganzen Aufbau ein zum Lobpreis Gottes. Empore und Orgel wurden 1768 von Leonhard Stahl entworfen und bilden gemeinsam ein würdiges Gegenstück zum Hochaltar.

Seufferts Orgel - nach verschiedenen Berichten wäre sie noch reparabel gewesen - wurde 1894-1895 durch einen vollständigen Neubau der Werkstätte Anton Kiene, Waldkirch, ersetzt. Lediglich das Gehäuse wurde wieder verwendet.

Der damals geschaffene Zinnprospekt wurde am 10. Mai 1917 von der Ablieferung befreit, da er als Seuffert-Bestand aus dem Jahr 1768 angemeldet worden war.

In den Jahren 1956-1958 wurde ein Umbau durch die Firma Gebrüder Späth, Mengen-Ennetach vorgenommen. Bei billigem Preis musste auf vorhandenes Material und Lagerbestände zurückgegriffen werden. Eine überragende Qualität konnte unter diesen Bedingungen nicht erwartet werden.

Im Jahre 2002 wurde ein Neubau der Orgel für die Peterskirche in Anlehnung an das Seuffert'sche Original und unter Verwendung des barocken Gehäuses bei der Firma Vladimir Šlajch in Borovany, Tschechien, in Auftrag gegeben. Im Frühjahr 2004 wurde sie in der Peterskirche wieder aufgebaut und am 8. Mai von Domkapitular Klaus Stadel geweiht.


Zeittafel - Geschichtlicher Rückblick zur Orgel
(aus der Festschrift - Autor: Norbert Pohl, Bruchsal)

1744 Vollendung des Baues der Peterskirche.
1747

Der Würzburger Hoforgelmacher Johann Philipp Seuffert legt einen Entwurf zu einer seiner seltenen zweimanualigen Orgeln vor. Als Behelf wird eine Orgel von Johann Friedrich Alffermann aus Landau geliefert. Der Stadtrat der Stadt Bruchsal erkennt am 21. April gegenüber der fürstbischöflichen Hofkammer die Verpflichtung der Stadt an, aus ihren Mitteln für die Orgel der Peterskirche zu sorgen.

1768/69

Johann Philipp Seuffert erstellt mit seinem Sohn Ignaz für die Peterskirche ein einmanualiges Instrument mit 20 klingenden Registern. Das siebenachsige Gehäuse aus Fichtenholz wird von Architekt und Hofrat Leonhard Stahl gefertigt.

1894/95

Die Seuffert-Orgel - nach verschiedenen Berichten wäre sie noch reparabel gewesen - wird durch einen vollständigen Neubau der Werkstätte Anton Kiene, Waldkirch, unter Verwendung des spätbarocken Orgelgehäuses, ersetzt.

1956/58

Die Kiene-Orgel fällt dem Umbau durch die Gebrüder Späth, Ennetach-Mengen, weitgehend zum Opfer. Keine der Register aus den Jahren 1894/95 bleibt unangetastet. Bei billigem Preis muss auf vorhandene Material- und Lagerbestände zurück gegriffen werden. Verwendet werden lediglich die Kiene-Voit-Pfeifen, die jedoch vielfach verkürzt und umintoniert werden. Eine überragende Qualität konnte unter diesen Bedingungen nicht erwartet werden.

1988

In einem von der Pfarrei in Auftrag gegebenen Gutachten weisen der Erzbischöfliche Orgelinspektor Mathias Kohlmann und der Orgelsachverständige Bernd Sulzmann darauf hin, dass „irgendwelche Investitionen in das jetzt vorhandene Orgelwerk völlig sinnlos sind, da aufgrund der Materialsubstanz künstlerisch und technisch ein echter Fortschritt nicht möglich wäre ... Zusammengesuchte Ware und zu niederer Winddruck ergeben hier keinen runden, tragenden Orgelklang; aus heutiger Sicht müsste man ein solches Sammelsurium mit „Notbehelf" umschreiben

1991

Antrag der Kirchengemeinde St. Peter unter Pfarrer Manfred Diewald und Bezirkskantor Leo Langer an die Stadt Bruchsal auf Finanzierung eines Orgelneubaus.

1992 Stiftungsrat und Pfarrgemeinderat stimmen der Ablösung der Bau- und Unterhaltspflicht der Stadt Bruchsal zur Finanzierung einer neuen Orgel zu.
1993

Der Gemeinderat der Stadt Bruchsal nimmt in den Haushalt 1993 700.000 DM für den Orgelneubau und die Ablösung der Bau- und Unterhaltspflicht auf.

1994

Aus finanziellen Gründen macht der Gemeinderat seinen Beschluss gegen den Willen der Verwaltung rückgängig und beschließt einen Betrag von 250.000 DM zur Sanierung der Orgel. Es kommt zu keinem Vertragsabschluss.

1999

Mit einem Adventskonzert zugunsten eines Orgelneubaus gibt der Kirchenchor St. Peter Anstoß zu einem erneuten Anlauf. - Reinerlös 4.000 DM.

2000

Der Lions-Club Bruchsal organisiert ein Benefizkonzert zugunsten eines Orgelneubaus. - Reinerlös 6.000 DM.

2001

Erneuter Antrag an die Stadt Bruchsal auf Ablösung der Bau- und Unterhaltspflicht für einen Orgelneubau in Höhe von 800.000 DM. Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg stimmt dem Antrag zu

Orgelausschreibung an vier Orgelbaufirmen. Gründung eines „Förderverein Orgelneubau Barockkirche St. Peter, Bruchsal" mit dem Ziel, 150.000 DM für den Neubau aufzubringen.
Vorsitzender: Dr. Johann Beichel, Stellv. Vorsitzender: Norbert Pohl, Schatzmeister: Josef Oszter.

Der Gemeinderat der Stadt Bruchsal beschließt am 18. September, „die zur Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Peter bestehende Bau- und Unterhaltspflicht der Stadt Bruchsal durch Bezahlung eines Ablösebetrags in Höhe von insgesamt 800.000 DM abzulösen". Die Auszahlung erfolgt in Raten von jeweils 200.000 DM in den Jahren 2002 bis 2005. Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg stimmt dem Vertragsabschluss zu.
Der Vertrag wird am 28.09./18.10.2001 abgeschlossen.

Offizielle Auftragsvergabe für den Orgelneubau an die renommierte südböhmische Orgelbaufirma Vladimir Slajch, Borovany, Tschechien, durch Abschluss eines Orgelwerkvertrages am 22.11./11.12.2001. Die Auftragssumme beträgt 371.198€ netto für die Orgel und 37.069 € netto für ein Orgelpositiv.

2002

Das Landesdenkmalamt stimmt der Restaurierung des spätbarocken Orgelgehäuses in der Orgelwerkstatt zu. Die alte Orgel erklingt am Sonntag, 14. Juli im Gottesdienst zum letzten Mal. Sie wird am 17. Juli abgebaut und das Orgelgehäuse in die Werkstatt der Orgelbaufirma Slajch nach Tschechien verbracht. Gleichzeitig wird das Orgelpositiv geliefert. Am Sonntag, 21. Juli wird das Orgelpositiv mit einem Konzert durch Prof. Andreas Schröder, Karlsruhe, der Öffentlichkeit vorgestellt. Die handwerkliche Ausführung und der Klang des sechsregistrigen Instruments finden allgemeine Beachtung.

2004

Februar: Aufbau des restaurierten Orgelgehäuses und der neuen Slajch-Orgel.
Einweihung: Samstag, 08. Mai durch Weihbischof Dr. Paul Wehrle, Freiburg, im Rahmen einer Festwoche mit verschiedenen Veranstaltungen und Konzerten.


Disposition:
2004, Orgelbau Slajch im historischen Orgelgehäuse

I. Hauptwerk C - d'''

II. Positiv C - d'''

Pedal C - d'

Bourdon 16'

Copula major 8' Holz

Subbass 16'

Principal 8' Prospekt

Quintatön 8'

Octavbass 8'

Portuanl 8' Holz

Principal 4'

Principalbass 8'

Gamba 8'

Flauta minor 4'

Quintbass 6'

Bifara 8' ab c' *

Fugara 4'

Superoctavbass 4'

Octava 4'

Nassat 3'

Posaunbass 16'

Violeta 4' (Spitzflöte)

Octava 2'

Trompetbass 8'

Quinta 3'

Sesquialtera 2-fach

Superoctava 2'

Mixtura 3-fach

Quinta minor 1 1/3'

Vox humana 8'

Mixtura 3-fach

Cimbal 2-fach

Trompete 8'


Koppel Hauptwerk - Pedal
Manualschiebekoppel
Tremulant

ungleichschwebende Stimmung nach Valotti
* höherschwebend

Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde (Jörg Sieger) und des Fördervereins (Dieter Böser)
OI-B-121
weiterführende Links

Webseite Jörg Sieger



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