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Trotz Brand geht der Himmoder Orgelsommer weiter

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Brand - vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst - in der Himmeroder Abteikirche den Treppenaufgang zur Orgel fast gänzlich zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden und auch die Orgel blieb trotz meterhoch lodernder Flammen wie durch ein Wunder vom Feuer verschont. Einzig das Glockenspiel an der rückwärtigen Wand wurde ein Opfer der Flammen, ebenso die zentrale Stromzufuhr zur Orgel. Dennoch ist die Orgel wie auch die gesamte Kirche mit einer klebrigen Rußschicht überzogen. Durch das schnelle und umsichtige Agieren der Feuerwehr ist kein Löschwasser in die Orgel eingedrungen.

Da die Abteikirche nun bis aus Weiteres geschlossen ist, haben wir uns spontan entschlossen, das für Sonntag, den 30. Juli, geplante Konzert in die Stiftskirche Kyllburg zu verlegen. Konzertbeginn ist jedoch nicht wie in Himmerod üblich 15:00 Uhr, sondern eine halbe Stunde später um 15:30 Uhr. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle Dechant Klaus Bender, der uns Kirche samt Orgel(n) zur Verfügung stellt.

Zu Gast sein wird Ourania Gassiou, eine Organistin, die zwischen den Metropolen Athen und London pendelt, ist sie doch sowohl Organistin an der Konzerthalle ?The Megaron? in Athen als auch an der französisch-protestantischen Kirche in London. Als Solistin hat sie schon in vielen bedeutenden Kathedralen Großbritanniens, so u.a. an der Westminster Cathedral wie an der St. Pauls Cathedral London, konzertiert. Ihre Ausbildung erhielt die vielgefragte Künstlerin am Royal College of Music in London bei Nicolas Kynaston sowie an der Musikhochschule Köln bei Johannes Geffert.

Für ihr Konzert hat sie fast ausschließlich Werke der französischen Symphonik im Gepäck. So steht am Beginn des Konzertes das großartige Prelude aus der 1932 entstandenen Suite op. 5 von Maurice Duruflè, in dessen Werken sich die Klanglichkeit der Spätromantik und des Impressionismus mit der Linearität der Gregorianik auf einzigartige Weise verbinden. César Franck gilt gemeinhin als der Vater des symphonisches Orgelstils in Frankreich, und gerade der Choral Nr. 2 h-Moll, eines seiner letzten Werke, verlangt aufgrund seiner harmonischen Dichte eine höchst einfühlsame Interpretin. Musikalisch gelassener, fast eher schon fulminant rauschend  geht es da im ?Scherzo Symphonique? von Pierre Cochereau zu sowie abschließend in Viernes ?Carillon de Westminster? zu, eines der sicherlich populärsten Orgelstücke über einen nicht minder berühmten Uhrschlag.

Wie immer findet das Konzert bei freiem Eintritt statt. Die Zuhörer werden jedoch aus gegebenem Anlass um eine  wohlwollende Spende zugunsten Himmerods gebeten. Herzliche Einladung daher am kommenden Sonntag nach Kyllburg, wo es neben Himmerod eine in der Region inzwischen mehr als außergewöhnliche Orgelanlage zu bestaunen gibt.




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